Erdbeben

ERDBEBEN

Erdbeben – Wo bebt die Erde?

Auf unserer Erde gibt es viele Erdbebengebiete, wo regelmäßig die Erde bebt. Von diesen Erdbeben geht eine große Gefahr aus. Zum einen können Sie Häuser und Gebäude beschädigen oder sogar komplett zerstören. Eine weitere große Gefahr geht von Flutwellen aus, die bei einem Unterwassererdbeben auftreten können. Diese Flutwellen haben in 2004 in Indonesien und 2011 in Japan große Gebiete zerstört und im japanischen Fukushima sogar für einen Super-GAU gesorgt, da der Kernreaktor eines Atomkraftwerks nicht mehr ausreichend gekühlt werden konnte und als Folge explodiert ist.

Aus diesem Grund ist es essentiell, immer gut auf ein Erdbeben vorbereitet zu sein. Oft kündigt sich ein Erdbeben bereits im Vorfeld an. Auf unserer Erdbebenkarte sehen Sie in Echtzeit, wo auf der Welt ein Erdbeben ist oder innerhalb der letzten Zeit stattgefunden hat. Wir zeigen Ihnen auch, welche Möglichkeiten Sie mit der Erdbebenkarte haben. Sind Sie bereit, die Erdbeben auf dieser Welt zu entdecken?

Auf der Erdbebenkarte werden Ihnen die Erdbeben der letzten Stunde, der vergangenen 24 Stunden und der letzten 7 Tage angezeigt. Die Größe der Kreise nimmt mit der Stärke des Erdbebens zu.

Ist gerade ein Erdbeben in der Nähe? Wo hat es in den letzten Stunden und Tagen ein Erdbeben gegeben? So lesen Sie die Erdbebenkarte:

Auf der Karte wird das Epizentrum des Erdbebens mithilfe eines Kreises angegeben. Unter dem Epizentrum versteht man den Ort, an dem das Erdbeben am stärksten war. Dieser Ort liegt direkt über dem Erdbebenherd. Je größer der Kreis auf der Karte erscheint, umso stärker war das Erdbeben. Dadurch sehen Sie auf dem ersten Blick, wie stark das Erdbeben war, ohne auf das Beben klicken oder tippen zu müssen.

Die Farbe des Kreises gibt Ihnen eine Information darüber, wie alt das Erdbeben ist:

  • Rot: Dieses Erdbeben ist in Echtzeit aufgetreten oder maximal erst eine Stunde alt.
  • Blau: Erdbeben, die mit einem blauen Punkt gekennzeichnet sind, sind älter als eine Stunde und bis zu 24 Stunden alt.
  • Gelb: Diese Erdbeben sind älter als 24 Stunden, jedoch maximal 7 Tage alt.

Wenn Sie auf den Kreis (das Erdbeben) klicken oder tippen, erfahren Sie weitere Informationen über die Stärke des Bebens, die genaue Uhrzeit, die Tiefe des Epizentrums und die Position zur nächsten größeren Stadt.

 

Das sollten Sie über Erdbeben wissen:

Was sind Erdbeben?

Unter einem Erdbeben versteht man Erschütterungen der Erde, die durch Verschiebungen der Erdkruste entstehen. Diese Erschütterungen entstehen, wenn sich Erdplatten verschieben und dabei plötzlich Energie freigesetzt wird. Insgesamt besteht die Erdkruste aus sieben großen Platten, die auch als Kontinentalplatten bezeichnet werden. Neben den Kontinentalplatten gibt es über 50 kleinere Platten. Die Vielzahl der Platten führt dazu, dass regelmäßig Erdbeben stattfinden. Ein Großteil aller Erdbeben wird von uns Menschen aber nicht wahrgenommen, da sie so schwach sind. 

Ist gerade ein Erdbeben in meiner Nähe?

Erdbeben treten vor allem an den Plattengrenzen besonders häufig auf. Wie bereits erwähnt, sind die meisten Erdbeben nur mit speziellen Geräten, den Seismographen, messbar. Erst ab einer Stärke von 3 auf der Magnitude oder Richter-Skala wird ein Erdbeben spürbar. Dafür muss man sich aber auch direkt über dem Epizentrum des Bebens befinden. Wenn Sie wissen möchten, ob in Ihrer Nähe gerade ein Erdbeben ist, dann sollten Sie auf der Erdbebenkarte die Augen nach einem roten Kreis offen halten. Wenn dieser auf der Karte erscheint, haben Sie Gewissheit, dass in ihrer Nähe gerade eben oder in den letzten 60 Minuten ein Beben stattgefunden hat.

Wieso entstehen Erdbeben?

Ein Erdbeben entsteht fast immer direkt an der Grenze von zwei Kontinentalplatten. Diese Platten sind in ständiger Bewegung und reiben aneinander. An diesen Plattengrenzen entstehen häufig auch Vulkane. Die Bewegung der Platten findet aber nicht gleichmäßig statt und erzeugt eine sehr große Spannung. Irgendwann wird diese Spannung zwischen den Platten so groß, dass sie nicht länger gehalten werden kann uns sich blitzartig löst. Als Folge verschieben sich die Erdplatten auf einem Mal und setzen dadurch eine sehr große Energiemenge frei, die sich in Form eines Erdbebens äußerst.

Wie weit ist ein Erdbeben spürbar?

Wenn ein Erdbeben eine Stärke von über 7 auf der Richter-Skala erreicht, können die Erschütterungen noch mehrere Tausend Kilometer entfernt wahrgenommen werden. Bei einem Erdbeben ab der Stärke 9 werden sogar weite Teile des Landes über einen Radius von 1.000 km schwer zerstört. Jedoch tritt solch ein starkes Erdbeben im Schnitt nur alle 30-40 Jahre auf.

 

VIDEOS vom Erdbeben und einer Tsunamiwelle!

Mit welcher Einheit misst man die Stärke eines Bebens? (Magnitude und Richter-Skala)

Im Zusammenhang mit der Stärke eines Erdbebens tritt besonders eine Skala in den Vordergrund: Die Richter-Skala. Benannt nach ihrem Erfinder und Seismologen Charles Francis Richter dient sie dazu, die Stärke vom Beben zu messen. Diese Magnitudenskala, die oft als Richter-Skala bezeichnet wird, umfasst einen Größenbereich von bis zu 10. Das stärkste Erdbeben kann aber lediglich eine Stärke von 9,5 haben, da die Erdkruste nicht mehr Energie speichern und daraufhin freisetzen kann.

Welche Strecke können Tsunamiwellen nach einem Erdbeben zurück legen?

Eine sehr große Gefahr geht nicht nur vom Erdbeben selbst, sondern auch von den daraus resultierenden Tsunamiwellen aus. Diese entstehen bei einem Unterwasserbeben, wenn sich der Meeresboden ruckartig anhebt und dabei die Wassermassen verschiebt. Dieser Impuls lässt eine Tsunamiwelle entstehen, die sich fast unbemerkt ihren Weg durch den Ozean bahnt und dabei Geschwindigkeiten von über 800 km/h erreicht. Erst in Küstennähe entstehen sichtbare Wellen, da das Wasser durch die sinkende Meerestiefe aufgestaut wird. Die Wellen können dabei Entfernungen von mehreren Tausend Kilometern in wenigen Stunden zurück legen. In der Vergangenheit kamen zum Beispiel kleinere Tsunamiwellen, die bei einem Seebeben in Japan entstanden, nach einigen Stunden an der Westküste der USA an und haben dort kleinere Schäden angerichtet.

Wie viele Erdbeben gibt es jährlich?

Innerhalb eines Jahres gibt es bis zu 140.000 Erdbeben. Diese Zahl umfasst Erdbeben, die von Menschen gespürt werden. Die Anzahl der Erdbeben, die nicht spürbar sind, dürfte weitaus höher ausfallen, ist aber nicht bekannt.

Wie werden erdbebensichere Gebäude gebaut?

Es gibt verschiedene Ansätze, wie Gebäude erbebensicher gebaut werden können. Eine Möglichkeit besteht darin, das Haus auf einer großen Bodenplatte zu bauen, unter der sich ein großes Luftkissen befindet. Wenn ein Erdbeben registriert wird, pumpt sich das Luftkissen auf, drückt das Haus bis zu 3 Zentimeter in die Luft und fängt so die Erdstöße ab. Daneben kommen auch Schwingungsdämpfer im Fundament und bei Wolkenkratzern auch große Pendel zum Einsatz, welche die Bodenbewegungen aufnehmen (absorbieren) sollen.

Was muss ich bei einem Erdbeben tun?

Wenn man sich bei einem Erdbeben im Inneren eines Hauses befindet, sollte man sofort Schutz vor herunterfallenden Gegenständen suchen und sich beispielsweise unter einem stabilen Tisch verstecken. Außerdem sollte man genügend Distanz zu Fenstern haben, da diese zerspringen und Verletzungen hervorrufen können. Während des Erdbebens dürfen auf keinen Fall Aufzüge oder Treppenhäuser benutzt werden. Stattdessen sollte wie oben beschrieben Schutz gesucht werden und nicht panisch das Gebäude verlassen werden.

Wenn man sich außerhalb von einem Gebäude befindet, sollte man auf keinen Fall in einem Gebäude Schutz suchen, sondern genügend Abstand zu diesen halten. Außerdem sollten Strommasten, Brücken, Bäume und Uferstellen gemieden werden.

Oft können nach einem Erdbeben weitere Nachbeben folgen. Aus diesem Grund sollten die oben beschriebenen Schutzmaßnahmen über eine längere Zeit (mehrere Minuten) hinweg eingehalten werden.

Womit misst man ein Erdbeben?

Die Stärke eines Erdbebens wird mithilfe eines Seismographen gemessen. Dieser gibt die Stärke anhand der Magnitude/Richter-Skala an.