Mond mit einem Flugzeug

Wissen: Der Mond – unser treuer Erdtrabant

Wissen: Der Mond – unser treuer Erdtrabant

Mond mit einem Flugzeug
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Ein Passagierflugzeug mit dem Mond im Hintergrund. Foto: Steffen Lindemann.

Seit Jahrmillionen ist er an unserer Seite und sorgt dafĂŒr, dass unser Leben sprichwörtlich in geregelten Bahnen verlĂ€uft. Die Rede ist vom Mond, der bereits seit 4,53 Mrd. Jahren unsere Erde auf der Umlaufbahn begleitet. Zu diesem gibt es eine Vielzahl an spannenden Tatsachen, die wir nun etwas genauer beleuchten wollen. Wir widmen uns nun den hĂ€ufigsten Fragen, die es zum Mond gibt und beleuchten interessante Fakten zu unserem Erdtrabanten. Starten wir mit einer Frage, die sehr hĂ€ufig gestellt wird:

Wie groß ist die Entfernung von der Erde zum Mond?

Auch wenn der Mond von der Erde aus sehr nahe wirkt, befindet er sich im durchschnitt rund 384.400 km entfernt. Diese Entfernung ist aber nicht immer gleich. Da sich der Mond auf einer elliptischen Bahn um die Erde befindet, kann die Entfernung je nach Position auch grĂ¶ĂŸer sein. Die grĂ¶ĂŸtmögliche Distanz zwischen dem Erdtrabanten und uns betrĂ€gt 405.000 km. Die geringste Entfernung betrĂ€gt 356.000 km.

Warum wirkt der Mond am Horizont grĂ¶ĂŸer?

Das Jakobskreuz auf der Buchensteinwand, zusammen mit dem Mond. Aufgenommen von Matthias Schneider.
Die MondtĂ€uschung lĂ€sst den Mond am Horizont grĂ¶ĂŸer erscheinen. Foto: Matthias Schneider.

Sicherlich haben Sie dieses PhĂ€nomen schon einmal erlebt: Sie verfolgen den Aufgang des Mondes ĂŒber dem Horizont und plötzlich wirkt es so, als wĂ€re der Mond viel grĂ¶ĂŸer als sonst. FĂŒr dieses PhĂ€nomen gibt es sogar einen eigenen Namen. Die Rede ist hier von der MondtĂ€uschung.

Bei dieser wirkt der Mond in der NĂ€he des Horizontes viel grĂ¶ĂŸer, da unser Gehirn die GrĂ¶ĂŸe des Mondes mit der GrĂ¶ĂŸe von umliegenden GebĂ€uden, BĂ€umen oder anderen Landschaftsgegebenheiten vergleicht. Durch diese Tiefeninformation merkt das Gehirn, dass sich der Mond viel weiter weg befindet, was sich auf die Wahrnehmung der GrĂ¶ĂŸe auswirkt. Da die ReferenzgrĂ¶ĂŸen der Landschaft am Himmel fehlen, erscheint uns der Mond bei seinem Aufgang automatisch grĂ¶ĂŸer.

Warum schlÀft man bei Vollmond schlechter?

Ist es nur Einbildung oder schlĂ€ft man bei Vollmond wirklich schlechter? Einige Forscher sind diesem PhĂ€nomen auf die Spur gegangen und haben festgestellt, dass der Vollmond tatsĂ€chlich Auswirkungen auf unseren Schlaf hat. Im Hinblick auf die HirnaktivitĂ€t wurde bei Forschungen festgestellt, dass die IntensitĂ€t des Tiefschlafs bei einigen Probanden verringert hat und es lĂ€nger gedauert hat, bis sie eingeschlafen sind. Über die Ursachen ist man sich aber nicht einig. Ein möglicher Grund dafĂŒr könnte sein, dass das Licht, welches vom Vollmond ausgeht, die Bildung von Melatonin hemmt. Dieses Hormon hat die Aufgabe, den Schlafrhythmus zu regeln. Schlafprobleme bei Vollmond können also durchaus Folge des Melatonin-Mangel sein.

Wie oft gibt es einen Vollmond im Jahr?

Knapp vier Wochen – genauer 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten – braucht der Mond bei seinem Umlauf um die Erde. Eigentlich wĂŒrde der Mond bei einem Umlauf um die Erde nur 27,33 Tage benötigen. Jedoch muss er bei seiner Reise um die Erde auch die Bewegung der Erde um die Sonne einholen, was schlussendlich dazu fĂŒhrt, dass der Mond etwas lĂ€nger unterwegs ist. Daras ergibt sich, dass der Abstand zwischen den Vollmondphasen diese 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten groß ist. Hochgerechnet ergeben sich dadurch 12-13 Vollmonde im Jahr.

Warum leuchtet der Mond als Sichel?

Der Mond selbst ist keine Lichtquelle, von der Licht ausgeht. Der Grund liegt im Sonnenlicht, das den Mond in der Nacht anstrahlt. Bei Vollmond wird die komplette fĂŒr uns sichtbare MondoberflĂ€che angestrahlt. Sobald sich die Erde zwischen die Sonnenstrahlen und dem Mond schiebt, erscheint der Schatten der Erde auf der MondoberflĂ€che. Das fĂŒhrt dazu, dass wir den Mond von der Erde aus Sichel wahrnehmen können.