Gewitterradar Flensburg
Der Norden Schleswig-Holsteins ist gewitterarm, und Flensburg liegt an seinem äußersten Ende. Kräftige Zellen brauchen aufsteigende Warmluft, und davon steht hier wenig zur Verfügung: Die Landfläche zwischen den beiden Meeren ist an dieser Stelle schmal, das Wasser der Förde bleibt bis in den Sommer hinein kühl, und die Sonneneinstrahlung fällt auf diesem Breitengrad flacher ein als weiter südlich. Wenn es doch gewittert, zieht die Zelle fast immer von Südwesten heran und hat den größten Teil ihrer Entwicklung bereits hinter sich. Wo genau sie das Land überquert, lässt sich im Gewitterradar für Schleswig-Holstein Entladung für Entladung mitlesen.
Wer die Förde vor sich hat, sieht so etwas kommen: Von den Höhen über der Stadt — der Marienhölzung im Westen, den Hängen von Mürwik im Osten — geht der Blick über das Wasser bis weit hinaus, und eine heranrückende Böenfront steht dort minutenlang sichtbar am Horizont, bevor sie das Ufer erreicht. Über der Wasserfläche selbst verliert manche Zelle dann rasch an Kraft. Wie viel Regen aus ihr niedergeht, führt das Regenradar mit, und die Wolkentürme, an denen sich eine ausgereifte Zelle bereits von Weitem ankündigt, stehen im Wolkenradar. Ihre Zugbahn führt solche Zellen anschließend meist die Küste entlang nach Südosten, wo nach knapp 70 Kilometern Kiel an der nächsten Förde liegt.
Gewitterradar Flensburg
Das Gewitterradar zeigt Ihnen aktuelle Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Gewitter wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren.
Schwache Gewitter:
🔵 Blau & 🟢 Grün = schwacher Niederschlag
Mäßige Gewitter:
🟡 Gelb & 🟠 Orange = mäßiger Niederschlag
Starke Gewitter (Unwetterrisiko):
🔴 Rot & 🟣 Violett = sehr starker Niederschlag – Vorsicht ist geboten!
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine ⚡ Blitz-Symbole, die einzelne Blitzeinschläge in Echtzeit anzeigen. Sie erscheinen als kurzes, weißes Aufblitzen.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. So erkennen Sie die Zugrichtung und können abschätzen, wohin das Gewitter weiter zieht.
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Blitzradar Flensburg
Das Blitzradar zeigt Ihnen die aktuellen Blitzeinschläge auf einer Karte. Die Farben kennzeichnen das Alter der erfassten Blitze.
Aktuelle Blitze:
⚪ = Blitze der letzten 20 Minuten (aktuell)
Ältere Blitze:
🟠 Orange & Rot = Blitze vor 20–80 Minuten
🔴 Dunkelrot = Blitze vor 1–2 Stunden
Reine Blitzaktivität:
Im Gegensatz zum Gewitterradar zeigt das Blitzradar nur die Blitzeinschläge selbst – nicht die Niederschlagsmenge. So sehen Sie exakt, wo die elektrische Aktivität am höchsten ist.
Tipp:
Nutzen Sie Gewitterradar und Blitzradar zusammen – das Gewitterradar zeigt die Niederschläge, das Blitzradar die Blitzaktivität. Beide zusammen geben Ihnen ein optimales Bild der aktuellen Gewittersituation.
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So oft blitzt und donnert es in Flensburg:
2020 fielen über Flensburg 125 Blitze — mehr als doppelt so viele wie in den fünf folgenden Jahren zusammen. Mit 2,35 Einschlägen pro Quadratkilometer erreichte dieser eine Jahrgang das 3,73-fache des bundesweiten Werts von 0,63, und anders als bei manchem Ausreißer war das Jahr im Bundesgebiet keineswegs auffällig aktiv: Der deutsche Wert lag im Mittelfeld der Reihe. Der Ausschlag war damit rein örtlich, und bei knapp 57 Quadratkilometern Stadtfläche reicht dafür schon eine Zelle, die über dem Ort stehen bleibt statt weiterzuziehen. Entsprechend stark prägt dieses Jahr die Bilanz: Über alle elf Jahrgänge liegt die Dichte bei 0,475 Einschlägen pro Quadratkilometer gegen 0,635 im Bundesmittel, Faktor 0,75. Klammert man 2020 aus, sinkt die Dichte auf 0,287 pro Quadratkilometer; der Faktor fällt dann auf 0,45. Das ist der Normalfall dieses Standorts. Er wird von der Reihe klar gestützt: Nur ein einziger Jahrgang übertraf den Bundeswert, und das war eben 2020. In absoluten Zahlen bleibt es bei durchschnittlich 25 Entladungen im Jahr, mit vier Stück als niedrigstem Wert 2025. Der Bezugsraum ist die Stadt selbst: Einschlagszahl geteilt durch Dichte ergibt rund 53 Quadratkilometer und trifft damit das Stadtgebiet.



