Lichtverschmutzung

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Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung, Lichtsmog, Light Pollution oder Lichtverunreinigung – alle diese Begriffe beschreiben ein Problem, das in den letzten Jahren an Relevanz und Gehör gefunden hat: Die Rede ist von der künstlichen Aufhellung des Nachthimmels. Im ersten Moment mag dies erst einmal nicht besonders dramatisch klingen.

Doch bei genauerem Hinsehen wird schnell klar, dass Lichtverschmutzung auch schnell zu einem Problem werden kann, dass nicht nur unseren Blick in den Sternenhimmel stören kann. Sie wollen wissen, ob Sie aktuell im Einfluss von Lichtverschmutzung stehen? Dann werfen Sie jetzt einen Blick in die Lichtverschmutzungskarte!

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LICHTVERSCHMUTZUNG in Deutschland

Erklärungen zur Lichtverschmutzungskarte

Auf der Lichtverschmutzungskarte werden Ihnen die Gebiete mit hoher Lichtbelastung farblich dargestellt.

Keine Lichtbelastung

Kaum spürbare Lichtbelastung

Geringe Lichtbelastung

Moderate Lichtbelastung

Hohe Lichtbelastung

Sehr hohe Lichtbelastung

Zusammengefasst:


Das müssen Sie über Lichtverschmutzung wissen!

Definition und Ursprung der Lichtverschmutzung

Was ist Lichtverschmutzung? – Lichtverschmutzung einfach erklärt!

Bevor wir das Thema Lichtverschmutzung genau ansehen und die Folgen betrachten, müssen wir zuerst verstehen, was genau unter Lichtverschmutzung fällt. Was ist Lichtverschmutzung einfach erklärt? Lichtverschmutzung, Lichtverunreinigung oder auch Lichtsmog beschreibt das künstliche Aufhellen des nächtlichen Himmels unter dem Einsatz von Menschen geschaffenen Lichtquellen wie Scheinwerfern, Laternen oder anderen Beleuchtungsquellen.

Wie entsteht Lichtverschmutzung?

Lichtverschmutzung entsteht zum einen durch eine künstliche Lichtquelle und die Atmosphäre. Wenn das Licht ausgesendet wird und die Lichtstrahlung in die Atmosphäre gelangt, wird diese Strahlung dort gestreut. Das Ergebnis ist das großflächige Aufleuchten des Nachthimmels über der oder den Lichtquellen. Besonders bei vielen einzelnen, starken und in den Himmel gerichteten Lichtquellen kommt es zu einer großflächigen Lichtverschmutzung.

Auswirkung von Lichtverschmutzung

Warum ist Lichtverschmutzung schlecht?

Im ersten Moment hört sich die Verschmutzung durch künstliches Licht nicht besonders tragisch an. Erst bei genauerem Hinsehen wird klar, warum Lichtverschmutzung zu einem echten Problem werden kann. Durch die künstliche Lichtstrahlung in den Himmel wird der Anblick vom Sternenhimmel deutlich erschwert bzw. fast unmöglich gemacht. Für den ein oder anderen von uns, der nur gelegentlich in den Nachthimmel blickt, wird dies sicherlich kein allzu großes Problem darstellen. Doch es gibt besonders eine Berufsgruppe, deren Arbeit durch Lichtverunreinigung beeinträchtigt wird. Dazu aber gleich mehr.

Auf für den Menschen können sich künstliche Lichtquellen in der Nacht negativ bemerkbar machen. Übermäßige Lichteinstrahlung verhindert beispielsweise die Bildung des Schlafhormons Melatonin und sorgt dafür, dass wir nicht so gut schlafen können.

Wem schadet die Lichtverschmutzung besonders?

Die Rede ist hier von den Astronomen, die mit ihren Beobachtungen und Ergebnissen einen wichtigen Teil zur Erforschung des Weltalls und der (Astro-)Physik beitragen. Unter dem Einfluss von Lichtverschmutzung ist es für sie unmöglich, das Weltall mit Teleskopen zu untersuchen oder brauchbares Bildmaterial vom All für weitere Forschungen aufzunehmen. Besonders leuchtende Satelliten können langzeitbelichtete Aufnahmen vom Weltall stören oder sogar dazu führen, dass diese völlig unbrauchbar werden. Aus diesem Grund befinden sich Sternwarten oder große Spiegelteleskope immer öfters an abgelegenen Orten, um den Lichteinfall auf ein Minimum zu reduzieren.

Aber nicht nur professionelle Astronomen profitieren von dunklen Himmelszonen – auch für Amateurastronomen und alle Naturliebhaber, die sich für den Sternenhimmel interessieren, ist lichtverschmutzter Himmel frustrierend.

Ökologische Auswirkungen auf Fauna und Flora

Die negativen Folgen der Lichtverschmutzung beschränken sich keineswegs auf Menschen und Astronomie. Die Tierwelt ist teilweise dramatisch von künstlichen Lichtquellen betroffen:

Insekten: Künstliches Licht wirkt auf viele Insektenarten wie ein starker Magnet. Sie werden von Lichtern angelockt, fliegen Hindernisse an, überhitzen sich oder werden Fressfeinden leicht sichtbar. Dies führt zu einer deutlichen Reduzierung der Insektenpopulationen in beleuchteten Gebieten – mit Folgen für die gesamte Nahrungskette.

Vögel: Besonders bei Zugvögeln führt künstliches Licht zu Desorientierung und Kollisionen mit Gebäuden. Lichtverschmutzung stört ihren natürlichen Navigationsinstinkt und ihren Schlaf-Wach-Rhythmus, was zu körperlicher Erschöpfung führt.

Fledermäuse: Diese nachtaktiven Jäger sind auf die Dunkelheit angewiesen. Starke Beleuchtungen stören ihre Jagdstrategie und ihren Orientierungssinn.

Meereslebewesen: Meeresschildkröten und Seevögel orientieren sich nachts am Mond und Sternen. Künstliche Lichter an Küsten führen dazu, dass Schlüpflinge ins Land statt ins Meer kriechen, wo sie zugrunde gehen.

Flora: Selbst Pflanzen leiden unter künstlichem Licht. Es beeinflusst ihren Rhythmus, stört ihre Blütenphasen und kann Wachstumsprozesse beeinträchtigen.

Vermeidung von Lichtverschmutzung

Beispiele für Lichtverschmutzung

Ein Großteil der Quellen, von denen die Lichtverschmutzung ausgeht, befindet sich auf der Erde. Besonders Straßenlaternen, Gebäudebeleuchtungen, Flutlichter oder Industriebeleuchtungen tragen größtenteils zum Lichtsmog bei.

Außerhalb der Erdoberfläche sind es besonders die Satelliten, Flugzeuge oder sonstigen Luftfahrzeuge wie Helikopter, die für Lichtemissionen sorgen können:

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aktuelles Satellitenradar

Erklärungen zuM SATELLITENRADAR

Starten Sie das Radar mit Klick auf „Start Tracking 🚀“.

Auf der Karte wird jeder Satellit als Punkt mit der aktuellen Höhe über der Erdoberfläche angezeigt. Wenn Sie auf den jeweiligen Punkt klicken oder tippen, erfahren Sie mehr Informationen (Geschwindigkeit, Höhe und Namen unten links in einer Box) sowie die Flugrichtung.

Für eine einfachere Bedienung klicken Sie in der Mitte (oder auf dem Handy: oben links) auf das kleine 🌍 – Symbol neben dem 🛰️ – Symbol und Sie gelangen in eine fixierte Vogelperspektive.

Durch scrollen und vergrößern/verkleinern mit den Fingern können Sie die Position des Globus ändern.

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Aktuelles Flugradar

Erklärungen zuM FLUGRADAR

Auf der Karte werden Ihnen die aktuellen Flugbewegungen in Echtzeit angezeigt. Wenn Sie mehr über einen Flug erfahren möchten, dann können Sie einfach auf das Flugzeug klicken/tippen und schon erhalten Sie mehr Informationen dazu.

Wenn Sie ganz genau hinsehen, dann werden Sie feststellen, dass sich die Flugzeugsymbole auf der Karte unterscheiden. Die Symbole richten sich immer nach dem jeweiligen Flugzeugtyp. So erkennen Sie auf dem ersten Blick, um welches Flugzeugmuster es sich handelt.

Flughäfen werden auf der Karte ebenfalls mit einem Markierungssymbol dargestellt. Bei Klick auf einem Flughafen erfahren Sie weitere Informationen wie die aktuellen Ankünfte, Abflüge oder auch die Wetterbedingungen vor Ort.

Wenn Sie an einem Flughafen ein rechteckiges Symbol entdecken, dann handelt es sich hierbei um ein Flughafenfahrzeug. Diese sind gelegentlich auch mit einem Transponder ausgestattet.

Gibt es Lichtverschmutzungsgesetze?

Mit der Auswirkung auf den Menschen und die Natur kann man die Lichtverschmutzung durchaus zur Umweltverschmutzung hinzurechnen. Lange Zeit gab es aber keine Gesetze, die den Ausstoß von Licht reguliert haben. Mittlerweile gibt es aber Gesetze auf Bundeslandebene, die den Ausstoß von Licht regulieren: So dürfen beispielsweise in Bayern seit dem 01.08.2019 keine selbstleuchtenden oder angestrahlten Werbeflächen ab 23 Uhr betrieben werden und die Beleuchtung von Außenfassaden soll auf ein Minimum reduziert werden.

Wie kann ich Lichtverschmutzung vermeiden?

Bei der Verminderung von Lichtverschmutzung kann jeder von uns selbst tätig werden. Wir sollten uns bei der Verwendung von Lichtquellen im Innen- und Außenbereich immer die Frage stellen, ob die Verwendung des Lichts wirklich benötigt wird. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Lichtquelle so platziert und eingestellt wird, dass sie nur die Nutzfläche bestrahlt wird. Zu guter Letzt sollte auch die Lichtpunkthöhe immer möglichst niedrig gewählt werden.

Wie kann ich Lichtverschmutzung vermeiden?

Bei der Verminderung von Lichtverschmutzung kann jeder von uns selbst tätig werden. Wir sollten uns bei der Verwendung von Lichtquellen im Innen- und Außenbereich immer die Frage stellen, ob die Verwendung des Lichts wirklich benötigt wird. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Lichtquelle so platziert und eingestellt wird, dass sie nur die Nutzfläche bestrahlt wird. Zu guter Letzt sollte auch die Lichtpunkthöhe immer möglichst niedrig gewählt werden.

Technische Lösungen: LED-Technologie und intelligente Beleuchtung

Moderne Technologien bieten wirksame Möglichkeiten, Lichtverschmutzung zu bekämpfen:

LED-Beleuchtung: LED-Leuchten sind nicht nur energieeffizienter, sondern ermöglichen auch präzisere Lichtkontrolle. Vor allem warmweiße LEDs (mit Farbtemperaturen unter 3000 Kelvin) beeinträchtigen die nächtliche Fauna weniger als kaltweißes Licht. Warmweiße Lichter wirken zudem weniger anziehend auf Insekten.

Adaptive Lichtsysteme: Intelligente Beleuchtungssysteme passen die Helligkeit der Tageszeit und dem Verkehrsaufkommen an. Nachts können sie automatisch gedimmt werden, was sowohl den Energieverbrauch als auch die Lichtverschmutzung reduziert.

Abschirmung: Gute Leuchtendesigns verhindern, dass Licht nach oben abstrahlt. Vollständig abgeschirmte Leuchten, die das Licht nur nach unten werfen, sind deutlich lichtverschmutzungsärmer.

Bewegungsmelder: Mit Bewegungsmeldern versehene Beleuchtungen schalten sich nur bei Bedarf ein, wodurch unnötige Lichtemissionen vermieden werden.

Richtlinien für Außenbeleuchtung: Behörden und Privatpersonen sollten sich an Lichtverschmutzungsrichtlinien orientieren, die festlegen, welche Arten von Beleuchtung in bestimmten Gebieten zulässig sind – besonders in der Nähe von Naturschutzgebieten.

Lichtverschmutzung greifbar machen

Wie misst man Lichtverschmutzung?

Die Stärke von Lichtverschmutzungen wird anhand der Einheit „SQM“ gemessen. Übersetzt bedeutet diese Abkürzung Sky Quality Meter. Die Einheit gibt den Grad der Lichtverschmutzung pro Bogensekunde am Nachthimmel an. Unter einer Bogensekunde versteht man eine Winkelmaßeinheit, die 1/3600 Grad entspricht. Auch die Bortle-Skala eignet sich gut zur Einschätzung über die Lichtemissionen.

Je höher der Sky Quality Meter ist, umso größer ist die Lichtbelastung. Bei der Bortle-Skala verhält es sich genau umgekehrt. Die folgende Tabelle gibt einen guten Überblick darüber, wie sich der SQM und der Bortle interpretieren lassen.

SQMBortleBeschreibung
18.08Stadthimmel, kaum Sterne sichtbar
18.37Vorstadthimmel mit Tendenz zum Stadthimmel, nur sehr wenige Sterne sichtbar
18.86Heller Vorstadthimmel mit aufgehelltem Himmel, Milchstraße ist nicht sichtbar
19.85Vorstadthimmel mit kaum erkennbarer Milchstraße
20.94Nachthimmel mit Tendenz zum Vorstadthimmel, Wolken im Zenit leuchten
21.43ländlicher Nachthimmel, durch Licht helle Wolken am Horizont
21.62Sehr dunkler Nachthimmel ohne spürbare Lichtemissionen
21.851Völlig dunkler Nachthimmel ohne den Einfluss von Lichtquellen

Wo ist die Lichtverschmutzung am geringsten?

Zur ganz genauen Beantwortung dieser Frage hilft Ihnen ein Blick in die Lichtverschmutzungskarte. Halten Sie hier nach grauen, blauen oder grünen Gebieten Ausschau. Innerhalb dieser Gebiete können Sie mit einem Minimum an Lichtsmog rechnen.

Dark Sky Reserves und internationale Initiativen

Um die letzten dunklen Orte unseres Planeten zu schützen, wurden international sogenannte Dark Sky Reserves und Dark Sky Parks gegründet. Diese sind Gebiete, in denen besondere Lichtverschmutzungsrichtlinien gelten und der Schutz des natürlichen Nachthimmels oberste Priorität hat.

Sternenparks und Dark Sky Gebiete in Deutschland und Europa: Deutschland verfügt über mehrere zertifizierte Sternenparks und Lichtschutzgebiete. Der Sternenpark Eifel im Nationalpark Eifel (Nordrhein-Westfalen) ist eine der bekanntesten Adressen für Himmelsbeobachtung in Deutschland. Darüber hinaus gibt es weitere Sternenparks in verschiedenen Bundesländern, die sich dem Schutz des dunklen Himmels widmen. In Österreich wurde die Region Eisenwurzen als Dark Sky Reserve anerkannt, und auch in der Schweiz und Skandinavien gibt es mehrere zertifizierte Gebiete, die besondere Lichtverschmutzungsrichtlinien befolgen.

Internationale Standards: Die International Dark Sky Association (IDA) vergibt weltweit Zertifizierungen für Dark Sky Parks, Dark Sky Sanctuaries und Starlight Reserves. Diese Standards helfen Gemeinden und Landkreisen, ihre Lichtemissionen systematisch zu reduzieren und sichere Räume für Astronomie und Naturbeobachtung zu schaffen.

Lichtverschmutzungsabbau in Städten: Auch Großstädte erkennen das Problem zunehmend an und starten Lichtverschmutzungsabbau-Projekte. Manche Metropolen dimmen nachts ihre Außenbeleuchtung, ersetzen alte Lampen durch lichtverschmutzungsärmere LED-Alternativen oder installieren intelligente Beleuchtungssysteme.

Wissenschaftliche Beobachtung: Weltweit wird die Lichtverschmutzung systematisch gemessen und überwacht. Satellitendaten zeigen, dass die nächtliche Himmelshelligkeit jährlich um etwa 2% zunimmt – ein besorgniserregender Trend, der durch koordinierte Maßnahmen dringend umgekehrt werden muss.

Der Schutz unseres Sternenhimmels ist eine globale Aufgabe, die Zusammenarbeit von Regierungen, Wissenschaftlern und Bürgern erfordert.