Waldbrand

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Waldbrand

Schon immer stellen Naturkatastrophen eine große Gefahr fĂŒr Menschen und Tiere dar. Dabei gehört der Waldbrand zu den wohl hĂ€ufigsten und gefĂ€hrlichsten Bedrohungen fĂŒr das Leben auf unserem Planeten. Doch nicht nur die Natur ist fĂŒr die gewaltige Zerstörung der WĂ€lder und FlĂ€chen verantwortlich. Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Waldbrand.

Sie wollen wissen, wo im Moment ein Waldbrand aktiv ist? Dann schauen Sie auf unsere Live-Karte in der Übersicht. Hier sehen sie aktuelle WaldbrĂ€nde und Feuer-Hot-Spots auf einen Blick!

Wichtig: Die Karte misst die thermische Energie, die von Gebieten auf der ganzen Welt ausgestrahlt wird. Auf unserer Karte haben wir extra einen Filter eingebaut, der erst eine Ausstrahlung von 100 MW registriert und auf der Karte anzeigt. Jedoch kann es immer noch sein, dass auch Gebiete markiert werden, die aufgrund von großen Industrieanlagen auf der Karte mit einem Brandpunkt markiert werden. Wenn Sie in so einem Fall nah ranzoomen, dann erkennen Sie, dass sich der Brandpunkt in einem Industriegebiet befindet.

Halten Sie die Augen nach Feuern offen, die mit so einem Symbol markiert werden und eine Strahlungsleistung von 250MW und mehr haben.
Diese sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit grĂ¶ĂŸere BrĂ€nde.

● LIVE

Aktuelle waldbrÀnde weltweit

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ErklÀrungen zur waldbrandkarte

Die Waldbrandkarte zeigt Ihnen an, in welchen Gebieten mit thermischen AktivitĂ€ten gerechnet werden muss. Diese thermischen AktivitĂ€ten können, aber mĂŒssen nicht zwangslĂ€ufig WaldbrĂ€nde sein: Auch große FlĂ€chenbrĂ€nde können Sie mit unserer Waldbrandkarte gut einsehen.

StÀrke der BrÀnde:
Auf der Karte werden Ihnen die BrĂ€nde mit einem Punkt dargestellt: Je nach GrĂ¶ĂŸe und StĂ€rke des Feuers richtet sich auch der Durchmesser und die Farbe des Punkts. Hierbei wird mit der Strahlungsleistung von einem Feuer gerechnet, den Megawatt (MW). Sie lassen sich folgendermaßen einordnen:

100-299 MW
= Mittlere Feuer (mittlere bis hohe IntensitÀt)

300-749 MW
= Sehr starke Feuer (große Ausbreitungsgeschwindigkeit)

> 750 MW
= Extrem intense Feuer (massiv, unkontrollierbar)

Das sollten Sie ĂŒber WaldbrĂ€nde wissen

Was ist ein Waldbrand?

Als Waldbrand werden unkontrollierte Feuer in bewaldeten Gebieten bezeichnet. Vor allem in Regionen mit großen WaldflĂ€chen treten WaldbrĂ€nde regelmĂ€ĂŸig auf – sowohl historisch als auch heute. In waldlosen Regionen wie Teilen Australiens oder Afrikas werden solche FlĂ€chenbrĂ€nde Buschfeuer genannt. Diese Feuer können sich je nach GelĂ€nde, Vegetation und Wetterbedingungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbreiten.

Was verursacht WaldbrÀnde?

WaldbrĂ€nde entstehen durch verschiedene Ursachen – sowohl natĂŒrliche als auch durch menschliches Handeln. Überraschend ist: Weniger als 5% der weltweit registrierten WaldbrĂ€nde (gemessen an der Anzahl, nicht an der FlĂ€che) haben natĂŒrliche Ursachen wie BlitzeinschlĂ€ge. Die meisten WaldbrĂ€nde werden leider von Menschen verursacht:

Menschliche Ursachen:

  • Landwirtschaftliche Rodungen: WĂ€lder werden gerodet, um NutzflĂ€chen zu schaffen. Dabei gerĂ€t das Feuer oft außer Kontrolle und breitet sich auf benachbarte Gebiete aus.
  • FahrlĂ€ssigkeit: Weggeworfene Zigaretten, nicht vollstĂ€ndig gelöschte Lagerfeuer und heiße Katalysatoren von Fahrzeugen zĂ€hlen zu den hĂ€ufigsten Verursachern. Besonders in trockenen Perioden stellen diese eine große Gefahr dar.
  • VorsĂ€tzliche Brandstiftung: Ein bedeutsamer, aber oft unterschĂ€tzter Faktor bei der Waldbrandenstehung.

NatĂŒrliche Ursachen:

Wo sind WaldbrÀnde gerade aktiv?

Auf unserer interaktiven Waldbrand-Karte können Sie in Echtzeit sehen, wo es gerade brennt. Die thermischen AktivitĂ€ten zeigen die Strahlungsleistung der Feuer an – je intensiver die Farbe, desto stĂ€rker das Feuer. Mit Hilfe von Satellitendaten können auch kleine, lokale BrĂ€nde frĂŒhzeitig erkannt werden.

Die Farbcodierung der Karte:

100-299 MW
= Mittlere Feuer (mittlere bis hohe IntensitÀt)

300-749 MW
= Sehr starke Feuer (große Ausbreitungsgeschwindigkeit)

> 750 MW
= Extrem intense Feuer (massiv, unkontrollierbar)

Diese Daten ermöglichen es Behörden, schneller auf WaldbrÀnde zu reagieren und Evakuierungen rechtzeitig einzuleiten.

Wo treten WaldbrÀnde am hÀufigsten auf?

WaldbrÀnde sind ein globales Problem. Die meisten BrÀnde finden sich auf den Kontinenten:

  • Australien: RegelmĂ€ĂŸig schwere BrĂ€nde, besonders wĂ€hrend der Trockenzeit
  • Nord- und SĂŒdamerika: Kalifornien, Kanada und Brasilien sind besonders betroffen
  • Afrika und Asien: Teile dieser Kontinente melden regelmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸere FlĂ€chenbrĂ€nde

Das Risiko steigt durch den Klimawandel – steigende Temperaturen und lĂ€ngere Trockenperioden schaffen leider ideale Bedingungen fĂŒr WaldbrĂ€nde.

Sind WaldbrĂ€nde immer „schlecht“?

WaldbrĂ€nde stellen meistens eine große Gefahr fĂŒr Umwelt und Menschen dar. Sie zerstören LebensrĂ€ume, gefĂ€hrden Menschenleben und beeinflussen das Klima erheblich – die beim Brand freigesetzten CO₂-Mengen tragen zur globalen ErderwĂ€rmung bei.

Allerdings gibt es auch eine andere Seite: NatĂŒrliche WaldbrĂ€nde spielen in manchen Ökosystemen eine wichtige Rolle. Abgebrannte FlĂ€chen ermöglichen eine Art „VerjĂŒngung“ des Waldes – kranke BaumbestĂ€nde werden beseitigt und schaffen Platz fĂŒr neues Leben. Bestimmte Pflanzen- und Tierarten sind sogar auf Feuer spezialisiert:

  • Pionierflora: Kleine Pflanzen, die sonst im Schatten großer BĂ€ume nicht wachsen können, gedeihen nach einem Brand
  • Spezialisierte Insekten: Manche Insektenarten bevölkern gezielt abgebrannte WaldflĂ€chen und ernĂ€hren sich vom verbrannten Holz
  • Samenkapseln: Einige Baumarten geben ihre Samen nur nach extremer Hitze frei

Wie schnell erholt sich ein Wald nach einem Brand?

Nach einem Waldbrand erholt sich die Natur schneller als man denkt. Bereits im ersten Jahr nach dem Brand besiedeln Kleinpflanzen, StrÀucher und Moos die verbrannte FlÀche. Spezialisierte Insektenarten lassen sich gerne in der frischen Asche nieder.

Allerdings: WĂ€hrend die Vegetation schnell zurĂŒck ist, kann es 50 bis 100 Jahre dauern, bis der Wald wieder seine ursprĂŒngliche Baumstruktur und sein ökologisches Gleichgewicht erreicht hat. Der Wiederaufbau von stabilen, alten WaldbestĂ€nden ist ein sehr langwieriger Prozess.