Vulkanausbruch

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Vulkanausbruch

Vulkane sind eine der eindrucksvollsten und gleichzeitig gefährlichsten Naturkräfte unseres Planeten. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 1.500 aktive Vulkane — einige schlafen seit Jahrtausenden, andere zeigen regelmäßig ihre Kraft. Mit unserer interaktiven Vulkankarte können Sie in Echtzeit verfolgen, wo auf der Erde gerade Vulkane ausbrechen und welche einer Eruption nahe sind.

Diese Seite ist Ihr Fenster zu den tektonischen Prozessen unseres Planeten. Hier erfahren Sie, wie Vulkane entstehen, was einen Ausbruch auslöst, und welche Folgen diese faszinierenden Naturkatastrophen haben — nicht nur lokal, sondern auch für das globale Klima. Vulkane sind eng verknüpft mit Erdbeben — beide entstehen an den aktiven Grenzen unserer Erdkruste.

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aktive vulkane – Vulkankarte

Erklärungen zuR vulkankarte

Auf der Vulkankarte haben Sie die Möglichkeit, Vulkane zu filtern. Sie finden dafür im oberen Bereich der Karte verschiedene Symbole, mit denen Sie die Auswahl der Vulkane einstellen können. Falls Sie die Symbole nicht sehen, klicken oder tippen Sie einfach auf das dunkle Vulkansymbol. Wir erklären Ihnen kurz, welches Symbol für welche Auswahl steht:

triangleBei einem Klick auf das grüne Symbol werden ihnen alle Vulkane auf dieser Welt angezeigt. Bei dieser Auswahl sind auch Vulkane dabei, die seit längerer Zeit nicht mehr aktiv waren und bereits viele Jahre ruhend sind.

triangleWenn alle Vulkane auf der Karte angezeigt werden, sehen Sie womöglich auch dieses Symbol. Der dunkle Vulkan deutet darauf hin, dass dieser Vulkan vollständig erloschen ist und keinerlei Aktivität mehr aufweist.

triangleBei gelb angezeigten Vulkanen handelt es sich um unruhige Vulkane, die regelmäßige und eher schwächere Aktivitäten aufweisen. Innerhalb der letzten Zeit hatten diese Vulkane aber keine größeren Ausbrüche.

triangleBei orangenen Vulkanen gibt es aktuelle Warnungen, die auf einen größeren Ausbruch in naher Zukunft hindeuten. Vulkane dieser Art können bereits aktiv sein, ein größerer Ausbruch steht aber noch aus.

triangleBei roten Vulkanen ist große Vorsicht geboten: Hier gibt es aktuell eine Gefahrenlage und aktuelle Ausbruchswarnung. Hier findet bereits ein größerer Ausbruch statt, der von gefährlichen Lavaströmen und großen Aschewolken begleitet wird.

Im oberen linken Bereich der Karte haben Sie die Möglichkeit, die Kartenansicht zu ändern. Sie können hier zwischen der Gelände-, Satelliten-, Hybrid-, Straßen und Erdplattenkarte wählen.

Das sollten Sie über Vulkane wissen:

Was sind Vulkane?

Vulkane sind Öffnungen an der Erdkruste, durch die flüssige Lava und Lavagestein an die Erdoberfläche gelangen. Das Wort „Vulkan“ stammt vom römischen Feuergott Vulkanus ab. Vulkane entstehen dort, wo heißes Gestein aus dem Inneren der Erde nach oben drängt — meistens an den Grenzen tektonischer Platten.

Es gibt verschiedene Arten von Vulkanen. Manche brechen mit gewaltigen Explosionen aus, andere lassen Lava ruhig aus ihrem Krater fließen. Beide Arten sind faszinierend, aber auch gefährlich für Menschen, die in der Nähe leben.

Wie entstehen Vulkane, wie werden sie geformt?

Vulkane entstehen in der Regel an den Grenzen zwischen tektonischen Platten — dort, wo die Platten aufeinandertreffen, sich voneinander entfernen oder aneinander vorbeischieben. Diese aktiven Platengrenzen sind auch Hotspots für Erdbeben. Wenn sich Magma (flüssiges Gestein) aus dem Erdmantel nach oben bewegt, sucht es sich einen Weg durch Risse in der Erdkruste.

Über Jahrhunderte und Jahrtausende sammeln sich die Gesteinsbrocken und die Asche so weit an, dass ein Vulkanberg entsteht. Die Form eines Vulkans hängt von der Art seiner Ausbrüche ab.

ARTEN Von Vulkanen

Die meisten Vulkane lassen sich in zwei Typen klassifizieren:

Schichtvulkane (Stratovulkane)

sind die klassischen, kegelförmigen Vulkane mit steilen Flanken. Sie entstehen durch abwechselnde Schichten aus Lava, Asche und Gestein. Der Vesuv in Italien und viele Vulkane in Japan oder Indonesien sind Schichtvulkane.
(Bild: By I, Pastorius, CC BY 2.5, Link)

Schildvulkane

haben flache, breite Flanken und entstehen durch dünnflüssige Lava, die weit fließt. Hawaiis Mauna Loa ist ein klassisches Beispiel für einen Schildvulkan.
(Bild: By Joe Parks from Berkeley, CA – Mauna Loa from Mauna Kea, CC BY 2.0, Link)

Was löst einen Vulkanausbruch aus?

Damit es zu einem Vulkanausbruch kommen kann, benötigt man im Inneren des Vulkans einen großen Druck — das ist wie ein Drucktopf auf dem Herd. Magma sammelt sich in Magmakammern unterhalb des Vulkans und staut sich auf. Der Druck nimmt zu, bis die Kraft der aufgestauten Magma die Widerstandskraft des Gesteins überwindet.

Dieser Prozess kann Tage, Wochen oder sogar Monate dauern. Während dieser Zeit registrieren Seismographen hunderte von kleinen Erdbeben. Vulkanologen überwachen diese Signale genau, um einen Ausbruch vorherzusagen.

Auch Gasansammlungen spielen eine Rolle — gelöste Gase wie Kohlendioxid und Schwefeldioxid können plötzlich aus der Magma entweichen und zusätzlichen Druck aufbauen.

Wie bricht ein Vulkan aus?

In den meisten Fällen wird im Bruchteil eines Augenblicks der gesamte Druck im Inneren des Vulkans freigegeben. Magma, Gase und Gesteinsbruchstücke werden mit enormer Kraft nach oben geschleudert. Manche Ausbrüche sind relativ sanft und lassen Lava gemächlich fließen. Andere sind explosiv und schleudern Asche und Gesteinsbrocken kilometerweit in die Atmosphäre.

Hawaiianische Ausbrüche sind eher ruhig — die Lava fließt ohne große Explosionen aus dem Krater.

Strombolianische Ausbrüche sind intermittierend — abwechselnd kleine Explosionen mit Pausen dazwischen. Der Stromboli in Italien ist berühmt für diese Art der Aktivität.

Plininanische Ausbrüche sind extrem gewaltig — sie werfen Asche bis in die Stratosphäre (über 10 Kilometer Höhe). Der Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr., der Pompeji zerstörte, war ein plininanischer Ausbruch.

Peléanische Ausbrüche sind explosiv und erzeugen gefährliche Glutlawinen — „Nuées ardentes“ — , heiße Gaswolken, die alles in ihrem Weg verbrennen.

Wie sieht ein Vulkan von innen aus?

Das Innere eines Vulkans besteht zum größten Teil aus flüssigem Gestein, dem Magma. Sobald das Magma die Erdoberfläche erreicht, wird es Lava genannt. Unter einem aktiven Vulkan befindet sich eine Magmakammer — ein unterirdisches Reservoir, in dem sich geschmolzenes Gestein sammelt.

Von dieser Kammer führen Kanäle (sogenannte Magmavorkommen) nach oben zum Krater. Entlang dieser Wege entstehen auch Gasblasen, die dem Magma zusätzlichen Auftrieb geben.

Die Temperatur von Magma beträgt zwischen 700 und 1.200 Grad Celsius, je nachdem, wie tief sie in der Erde entstanden ist und welche chemische Zusammensetzung sie hat.

Welche europäischen Vulkane sollte man kennen?

Europa hat mehrere aktive und faszinierende Vulkane. Der Stromboli vor der Küste Siziliens in Italien ist seit etwa 2.000 Jahren fast ständig aktiv und zeigt regelmäßig kleine bis mittlere Ausbrüche. Der Vesuv bei Neapel ist berüchtigt durch seinen Ausbruch 79 n. Chr., ist aber seit 1944 nicht mehr aktiv.

Der Ätna auf Sizilien ist der größte aktive Vulkan Europas und einer der aktivsten der Welt. Er bricht regelmäßig aus und ist ein beliebtes Studieobjekt für Vulkanologen. Die Insel Island ist regelrecht gebaut auf vulkanischer Aktivität — dort gibt es viele aktive und historisch bedeutsame Vulkane wie der Hekla und der Katla.

Der Eyjafjallajökull in Island ist bekannt durch seinen Ausbruch 2010, der eine riesige Aschenwolke in die Atmosphäre schleuderte und den europäischen Flugverkehr für Tage lahmlegte. Diese Eruption zeigte eindrucksvoll, wie ein lokaler Vulkanausbruch globale Auswirkungen haben kann.

Welche Auswirkungen hat Vulkanasche auf Klima und Luft?

Wenn ein großer Vulkan ausbricht, kann die Asche bis in die Stratosphäre (über 10 Kilometer Höhe) gelangen. Diese feinen Partikel verteilen sich weltweit und wirken wie eine Sonnenschirm — sie reflektieren Sonnenlicht zurück ins All und können die globale Temperatur senken. Die atmosphärischen Auswirkungen können Sie auf unserem Wolkenradar und Wetterradar verfolgen.

Historisch bekannt ist der Ausbruch des Tambora in Indonesien 1815, der so viel Asche ausstieß, dass 1816 weltweit ein „Jahr ohne Sommer“ folgte — die Temperaturen sanken um etwa 0,4 bis 0,7 Grad Celsius, und Ernten fielen aus. Dieser Effekt zeigt auch heute noch die Bedeutung der Meeresspiegel-Veränderungen — extremes Klima durch Vulkanausbrüche kann Inselstaaten zusätzlich gefährden.

Auch die Luftqualität kann leiden. Vulkanische Gase wie Schwefeldioxid können mit Wasser zu Schwefelsäure reagieren und einen Dunst bilden, der Atemwegserkrankungen verursacht. Dieser „vulkanische Smog“ (Vog) kann tausende Kilometer weit transportiert werden. Große Aschenschichten können auch die Lichtverschmutzung beeinflussen, indem sie künstliches Licht in der Atmosphäre streuen.

Für Flugverkehr ist Vulkanasche besonders problematisch — feine Partikel können Flugzeugtriebwerke beschädigen, wie beim Eyjafjallajökull-Ausbruch 2010 deutlich wurde.

Kann man Vulkanausbrüche vorhersagen?

Volkanologen können heute viele Ausbrüche einige Tage bis wenige Wochen voraus ankündigen, indem sie mehrere Indikatoren überwachen:

  • Seismische Aktivität — Tausende kleine Erdbeben deuten auf aufsteigende Magma hin. Diese können Sie mit unserem Erdbeben-Tracking verfolgen
  • Bodenverformung — Hochpräzisions-GPS zeigt, wenn sich der Vulkan aufbläht
  • Gasemissionen — Die Menge und Zusammensetzung vulkanischer Gase ändern sich vor Ausbrüchen
  • Temperaturveränderungen — Hitzefluss im Krater oder aus Spalten nimmt zu

Diese Daten werden von Behörden wie der USGS (United States Geological Survey) in den USA, dem Smithsonian Institution Global Volcanism Program und nationalen Vulkanobservatorien gesammelt und analysiert.

Aber: Nicht alle Ausbrüche kündigen sich an. Manche Vulkane brechen überraschend aus, und manche zeigen Vorzeichen, dann passiert für Monate nichts. Vulkane bleiben unberechenbar.

Welcher Vulkan ist der größte der Welt?

Der größte Vulkan dieser Welt ist der Mauna Loa in Hawaii, der eine Höhe von 4.170 Metern über dem Meeresspiegel hat. Wenn man jedoch die Basis unter dem Wasser berücksichtigt, ist er sogar über 9.000 Meter hoch — größer als der Mount Everest!

Der Mauna Loa ist ein Schildvulkan und bricht regelmäßig aus. Sein Name bedeutet „großer Berg“ in der hawaiischen Sprache. Er ist bekannt dafür, dass er flüssige Lava weit fließen lässt, statt explosiv auszubrechen. Die vulkanische Aktivität auf Hawaii hat die Inseln über Jahrmillionen aufgebaut und formt sie bis heute.

Welcher Vulkanausbruch war der Stärkste?

Der stärkste dokumentierte Vulkanausbruch in der Neuzeit fand im April 1815 in Indonesien statt. Der Tambora-Vulkan explodierte mit unvorstellbarer Kraft und schleuderte etwa 60 Millionen Tonnen Asche in die Atmosphäre. Die Aschenwolke verdunkelte den Himmel über eine Fläche von etwa 500 Kilometern Durchmesser.

Die Folgen waren global: 1816 war ein „Jahr ohne Sommer“ — Schneefall im Juni in Neuengland, Missernten weltweit und Hungersnöte. Etwa 71.000 Menschen starben, viele davon nicht durch die Eruption selbst, sondern durch ihre Folgen.

Historisch noch stärker war wahrscheinlich der Ausbruch des Toba auf Sumatra vor etwa 74.000 Jahren, der einen „Vulkan-Winter“ von Jahren oder Jahrzehnten ausgelöst haben könnte und die Menschheit fast zum Aussterben gebracht hätte.

Wie viele Vulkane gibt es weltweit?

Aktuell gibt es auf der ganzen Welt etwa 1.500 aktive Vulkane. Darunter zählen Vulkane, die innerhalb der letzten 10.000 Jahre aktiv waren. Hinzu kommen Tausende von erloschenen Vulkanen, die nie wieder ausbrechen werden.

Die meisten aktiven Vulkane befinden sich entlang des sogenannten „Pazifischen Feuerrings“ — einer Zone mit hoher seismischer und vulkanischer Aktivität, die den Pazifischen Ozean umgibt. Diese Region umfasst etwa 75 Prozent aller aktiven Vulkane der Welt.

Gibt es Vulkane auf Hawaii, und wenn ja, wie viele?

Auf Hawaii wurden bisher über 90 verschiedene Vulkane gezählt — viele davon sind erloschen, einige sind noch aktiv. Die aktivsten sind der Kilauea und der Mauna Loa, beide auf der Großen Insel Hawaii.

Vulkanforscher vermuten, dass es noch deutlich mehr submarine (unter Wasser liegende) Vulkane gibt, die von außen nicht sichtbar sind. Die Hawaiischen Inseln selbst entstanden durch vulkanische Aktivität — jede Insel ist ein erloschener oder aktiver Vulkan.

Der Kilauea war von 1983 bis 2018 fast ständig aktiv und ist eines der bestuntersuchten vulkanischen Systeme der Welt. Er ist ein beliebtes Ziel für Vulkantourismus und Vulkanforschung.

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Um ein umfassendes Verständnis von Vulkanen, Erdbeben und Naturkatastrophen zu entwickeln, empfehlen wir diese weiterführenden Seiten:

Vulkane und Erdbeben: Vulkane und Erdbeben hängen eng zusammen — beide entstehen durch tektonische Prozesse. Erkunden Sie unsere Erdbeben-Tracking-Seite um zu verstehen, wie diese Naturkräfte zusammenwirken.

Meeresspiegel und Inseln: Viele Vulkane entstehen auf Inseln oder in Meeresnähe. Die Meeresspiegel-Seite zeigt, wie Inselstaaten durch Meeresanstieg gefährdet sind — ein zusätzliches Risiko für Regionen mit aktiven Vulkanen wie dem Pazifischen Feuerring.

Lichtverschmutzung: Große Vulkanausbrüche können durch Aschepartikel in der Atmosphäre die Lichtverschmutzung beeinflussen. Die Lichtverschmutzungs-Seite dokumentiert künstliches Licht — interessant im Kontext von Vulkanasche, die die Himmelshelligkeit beeinflusst.

Wetter und Atmosphäre: Die Auswirkungen von Vulkanasche auf die Atmosphäre sind eng mit Wettervorgängen verbunden. Schauen Sie sich unsere Wetterradar, Gewitterradar und Wolkenradar-Seiten an, um zu sehen, wie Vulkanasche die Wolkenbildung und Niederschlagsmuster beeinflussen kann.