Wolkenradar Flensburg
Über Flensburg steht der Himmel selten lange still. Die Stadt liegt zwischen zwei Meeren, keine sechzig Kilometer trennen sie von der Nordsee, und über der Förde treffen die feuchte Seeluft und die wärmere Luft über den Moränenhängen aufeinander — daraus entstehen Wolken, die sich ebenso schnell wieder auflösen. Im Sommer sind es Quellwolken über den Höhen von Angeln, während der Himmel über dem Wasser offen bleibt; im Winterhalbjahr liegt umgekehrt oft eine geschlossene Decke über der Stadt, die erst landeinwärts aufreißt. Die nördliche Lage tut ein Übriges: Im Dezember steht die Sonne hier so flach, dass der Tag kaum acht Stunden hell wird, im Juni dafür lange nach 22 Uhr noch Dämmerung herrscht. Wie weit eine Wolkendecke tatsächlich reicht, wird im Wolkenradar für Schleswig-Holstein zwischen den beiden Küsten deutlich.
Wer das Zusammenspiel sehen will, geht auf die Höhen: Von der Marienhölzung oder vom Ostufer bei Mürwik überblickt man die gesamte Innenförde, und an guten Tagen liegt die Wolkenkante als scharfe Linie über dem Wasser. Der historische Hafen mit seinen Speichern liegt dabei im Schatten der Hänge, während die Nordspitze der Förde schon in der Sonne liegt. Für den Alltag heißt das: Der Blick aus dem Fenster reicht in Flensburg selten aus, um den Nachmittag einzuschätzen. Wann aus den Quellwolken über Angeln mehr wird als ein Schauer, klärt das Gewitterradar, und wie sich die Wolkendecke auf die Tageswerte auswirkt, ist im Wetterradar abzulesen. Ganz anders verteilt sich die Bewölkung gut 130 Kilometer südöstlich über Lübeck, wo eine Altstadt auf einem Hügel zwischen zwei Flüssen sitzt.
aktuelles Wolkenradar Flensburg
Auf unserer Wolkenkarte, die anhand echter Satellitenbilder dargestellt wird, sind die Wolkengebiete durch eine grau-weiße Einfärbung für Sie sichtbar dargestellt. Je „weißer“ und deutlicher die Einfärbung ist, umso dichter ist hier die Bewölkung. Ebenfalls werden Gewitter als weiß-violette Blitzsymbole angezeigt.
Eine grau eingefärbte Fläche deutet im Umkehrschluss auf eine relativ schwache Bewölkung mit gelegentlichem Sonnenschein hin.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf der Wolkenkarte können Sie den bisherigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. Wenn Sie eine Prognose für die Zukunft sehen möchten, dann sollten Sie einen Blick in die Wolkenvorhersage (rechts oder bei Nutzung eines Smartphones nun folgend) werden.
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Wolken-Vorhersage Für Flensburg
Wenn Sie die Sonne sehen möchten, dann sollten Sie sich am besten an einem Ort befinden, der auf unserer Wolkenvorhersage gelb markiert ist – denn dort können Sie mit wolkenlosem Himmel rechnen.
Eine graue Färbung hingegen bedeutet eine leichte Bewölkung, eine weiße Färbung starke Bewölkung. Niederschläge werden ebenfalls für die nächsten Stunden prognostiziert: Wenn sie eine blaue (geringer Niederschlag) bis grün-gelbliche Färbung (hohe Niederschlagsmenge) auf der Karte feststellen, wissen Sie, dass es in diesem Gebiet Regen geben wird.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf dem Wolkenradar können Sie den zukünftigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. So erfahren Sie, wie sich die Bewölkung in den nächsten 36 Stunden verändert.
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So oft scheint in Flensburg die Sonne:
Die Sonnenscheinkurve für Flensburg ist eine leere Achse — von 1994 bis 2020 bleibt jede einzelne Jahresspalte unbesetzt. Stattdessen steht hier der Landeswert für Schleswig-Holstein, und der ist lückenlos belegt. Über die Jahrgänge 1975 bis 2025 gemittelt erreicht das Land 1.627,00 Stunden; für Deutschland weist dieselbe Zeitspanne 1.635,38 Stunden aus — ein Minus von gut acht Stunden, 0,5 Prozent. Dem Zeitfenster des Flensburger Charts kommt der Abschnitt 1994 bis 2020 näher; dort erreicht das Land 1.663,76 Stunden gegen 1.670,47 bundesweit und bleibt damit 0,4 Prozent darunter. Beide Zahlen beschreiben Schleswig-Holstein als Ganzes, vom nordfriesischen Wattenmeer bis in den Lauenburgischen Süden — über Flensburg selbst sagen sie nichts. Bemerkenswert ist an diesem Landeswert der Vorzeichenwechsel. Bis 2014 lag das Land leicht über dem Bundesmittel — zwischen 1975 und 1989 um 0,7 Prozent, in den beiden folgenden Abschnitten um 0,6 und 0,2 Prozent. Seit 2015 steht es mit 3,9 Prozent klar darunter. Dahinter steckt kein Rückgang — Schleswig-Holstein verbuchte in den letzten elf Jahren rund 190 Sonnenstunden mehr als in den ersten fünfzehn; der Bundesschnitt legte im selben Vergleich nur eben um rund 270 Stunden zu. Für Flensburg lässt sich daraus keine Zahl ableiten, wohl aber die Größenordnung, in der sich ein norddeutsches Sonnenjahr bewegt: knapp unter dem Bundesniveau, mit kurzen und flach beleuchteten Wintertagen auf der einen und einem sehr langen Sommerhalbjahr auf der anderen Seite.




