Wolkenradar Kiel
Der Himmel über Kiel wechselt schnell. Über einer Küstenlinie, an der warme Landluft und kühle Seeluft dicht nebeneinander liegen, bilden sich Wolken und lösen sich wieder auf, oft im Abstand von Minuten — ein Vormittag mit geschlossener Decke kann in einen Nachmittag mit weiten blauen Feldern übergehen, ohne dass sich die Großwetterlage geändert hätte. Besonders gut zu beobachten ist das an der Wolkenkante, die im Sommer häufig genau über der Förde verläuft: Über dem kühlen Wasser bleibt der Himmel frei, während sich landeinwärts die Quellbewölkung staffelt. Wie weit solche Felder reichen, zeigt das Wolkenradar für Schleswig-Holstein über beide Küsten hinweg.
Im Winterhalbjahr steht die Sache genau andersherum. Dann ist das Wasser der Ostsee wärmer als die Luft darüber, und wo kalte Festlandsluft über die offene Bucht streicht, entstehen Wolkenstraßen, die vom Wasser aus landeinwärts ziehen — dieselben Lagen, die im Spätwinter für die kräftigen Schneeschauer an der Ostseeküste sorgen. Für die Sonnenstunden ist deshalb weniger die Jahreszeit entscheidend als die Windrichtung: Bei Südwest bleibt es meist trüb, bei Ost klart es auf. Kalte Luft über verhältnismäßig warmem Wasser bringt dabei gelegentlich sogar Blitze in einen Schneeschauer — auch solche kurzen Wintergewitter tauchen im Gewitterradar als Entladung auf. Wie stark der ständige Wechsel zwischen Auflockerung und geschlossener Decke auf die Temperatur durchschlägt, steht im Wetterradar. Rund 135 Kilometer südwestlich schließt an der Nordseeküste mit Bremerhaven ein Standort an, an dem der Seewind von der anderen Seite kommt.
aktuelles Wolkenradar Kiel
Auf unserer Wolkenkarte, die anhand echter Satellitenbilder dargestellt wird, sind die Wolkengebiete durch eine grau-weiße Einfärbung für Sie sichtbar dargestellt. Je „weißer“ und deutlicher die Einfärbung ist, umso dichter ist hier die Bewölkung. Ebenfalls werden Gewitter als weiß-violette Blitzsymbole angezeigt.
Eine grau eingefärbte Fläche deutet im Umkehrschluss auf eine relativ schwache Bewölkung mit gelegentlichem Sonnenschein hin.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf der Wolkenkarte können Sie den bisherigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. Wenn Sie eine Prognose für die Zukunft sehen möchten, dann sollten Sie einen Blick in die Wolkenvorhersage (rechts oder bei Nutzung eines Smartphones nun folgend) werden.
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Wolken-Vorhersage Für Kiel
Wenn Sie die Sonne sehen möchten, dann sollten Sie sich am besten an einem Ort befinden, der auf unserer Wolkenvorhersage gelb markiert ist – denn dort können Sie mit wolkenlosem Himmel rechnen.
Eine graue Färbung hingegen bedeutet eine leichte Bewölkung, eine weiße Färbung starke Bewölkung. Niederschläge werden ebenfalls für die nächsten Stunden prognostiziert: Wenn sie eine blaue (geringer Niederschlag) bis grün-gelbliche Färbung (hohe Niederschlagsmenge) auf der Karte feststellen, wissen Sie, dass es in diesem Gebiet Regen geben wird.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf dem Wolkenradar können Sie den zukünftigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. So erfahren Sie, wie sich die Bewölkung in den nächsten 36 Stunden verändert.
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So oft scheint in Kiel die Sonne:
Der dunkelste und der hellste Jahrgang der Reihe liegen 667,6 Sonnenstunden auseinander: 1.299,4 Stunden brachte 1987, 1.967,0 dann 2018. Im Mittel der 25 belegten Jahre kommt Kiel auf 1.649,31 Sonnenstunden und trifft damit den deutschen Wert derselben Jahre — 1.644,24 Stunden — bis auf gut fünf Stunden genau, ein Plus von 0,3 Prozent. Zehnmal fiel die Kieler Summe höher aus als die deutsche, fünfzehnmal niedriger — wenige sehr helle Jahrgänge gleichen also eine Mehrheit leicht unterdurchschnittlicher aus. Der Vorsprung schrumpft dabei über die Jahrzehnte: 2,2 Prozent im Abschnitt 1987 bis 1996, danach nur noch 0,1 Prozent, im Abschnitt 2007 bis 2016 schließlich ein Minus von 1,0 Prozent. Trüber geworden ist Kiel deswegen nicht — in beiden späteren Abschnitten kam die Stadt auf mehr Sonnenstunden als im ersten, der deutsche Durchschnitt legte in derselben Zeit nur kräftiger zu. Was folgt, sind zwei einzelne Messwerte, mehr nicht — womit die Grenze dieser Reihe umrissen wäre. Sie setzt trotz der Beschriftung „1975–2025″ erst 1987 ein, lässt 2001, 2004, 2005 und 2007 unbesetzt, kennt die in der Achse gar nicht angelegten Jahrgänge 2008, 2012 und 2013 nicht und bricht ab 2019 vollständig ab. Über die auffällig sonnigen jüngsten Jahre sagt sie deshalb nichts. Deutschland ist im selben Fenster gemessen — ohne das wäre der Abstand von gut fünf Stunden wertlos.




