Wetterradar Zwickau
Die Zwickauer Mulde hat sich hier über Jahrtausende eine weite Aue geschaffen, und in dieser Aue liegt die Stadt: 267 Meter über Normalnull im Zentrum, eingerahmt vom Westerzgebirge im Südosten und den Rücken des sächsischen Vogtlands im Südwesten. Nach Norden hin öffnet sich das Tal, nach Süden steigt es an — bis auf 398 Meter am Kreuzberg, dem höchsten Punkt des Stadtgebiets. Diese Form erzeugt zwei gegenläufige Effekte, die sich am selben Tag ablösen können: Tagsüber hält die tiefe, geschützte Sohle die Wärme besser als jede Kammlage, nachts füllt sie sich mit der Kaltluft, die von genau diesen Kammlagen herabfließt. Wie weit das Gebiet reicht, über dem eine solche Lage gerade liegt, umreißt das Wetterradar für Sachsen.
Zwei Namen stehen für diese Stadt, und sie könnten kaum weiter auseinanderliegen. 1810 wurde hier Robert Schumann geboren; knapp hundert Jahre später gründete August Horch 1904 sein erstes Automobilwerk, 1909/1910 folgte Audi, später der Trabant, heute baut Volkswagen im Norden der Stadt. Dass diese Industrie ausgerechnet hier Platz fand, hat denselben Grund wie das vergleichsweise milde Talklima: Die Mulde hat ebenes Schwemmland hinterlassen, kilometerweit. Wie viel Niederschlag über dieser Fläche niedergeht, verzeichnet das Regenradar für Zwickau. Gut 30 Kilometer ostnordöstlich liegt Chemnitz.
aktuelles Wetterradar Zwickau
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
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Wie ist das Wetter in Zwickau?
Sonnenschein in Zwickau
So oft scheint in Zwickau die Sonne:
Beim Sonnenschein führt der Weg über den Landeswert: Für Zwickau selbst enthalten die DWD-Daten keinen einzigen Jahreswert, für Sachsen dagegen eine lückenlose Reihe über alle 51 Jahre von 1975 bis 2025. Sie ergibt 1.657,02 Sonnenstunden im Jahresmittel gegenüber 1.635,38 Stunden im bundesweiten Durchschnitt desselben Zeitraums, ein Plus von 21,64 Stunden oder 1,3 Prozent. Sachsen liegt damit praktisch auf deutschem Niveau, mit einem kleinen Vorsprung. Die Einzeljahre schwanken erheblich: von 1.258,2 Stunden im trüben Jahr 1977 bis zu 2.031,2 Stunden im außergewöhnlich sonnigen Jahr 2003. Weil es sich ausdrücklich um einen Landes- und nicht um einen Stadtwert handelt, ist er als Größenordnung zu lesen — er mittelt die Kammlagen des Erzgebirges mit den offenen Ebenen im Norden des Freistaats zusammen. Wo eine Stadt in einer nebelanfälligen Talaue innerhalb dieser Spanne liegt, lässt sich daraus nicht ableiten; die naheliegende Vermutung, dass es eher weniger als mehr sein dürfte, bleibt eine Vermutung.
Regen in Zwickau
So oft und so viel regnet es in Zwickau:
Gut 90 Millimeter fehlen Zwickau im Jahresmittel gegenüber dem Bundesdurchschnitt — 700,67 gegen 791,02 Millimeter, ein Defizit von 90,35 Millimetern oder 11,4 Prozent. Nur sechs der 45 ausgewerteten Jahre lagen überhaupt über dem deutschen Wert. Auffällig ist, dass der Abstand über die Zeit größer geworden ist: In den Jahren 1975 bis 1990 betrug er 8,7 Prozent, von 1995 bis 2003 nur 5,0 Prozent, zwischen 2006 und 2014 dann 14,9 Prozent und seit 2015 schließlich 18,4 Prozent. Ob das eine Entwicklung ist oder eine Häufung trockener Jahre, lässt sich bei einer Reihe mit dieser Lückenstruktur nicht entscheiden; festhalten lässt sich nur, dass die jüngeren Jahre deutlich trockener ausgefallen sind als die älteren. Die Streuung zwischen den Einzeljahren ist dabei enorm: 422,3 Millimeter im trockensten Jahr 2018 stehen 1.060,6 Millimetern im nassesten Jahr 1981 gegenüber, also das Zweieinhalbfache. Zur Datengrundlage: Für die Jahre 1991 bis 1994, 2004 und 2005 enthalten die Charts überhaupt keine Werte, innerhalb der übrigen 45 Jahre ist die Reihe aber vollständig, und der Bundesvergleich ist gegen exakt dieselben Jahre gerechnet.
Gewitter und Blitze in Zwickau
So oft blitzt und donnert es in Zwickau:
Für die Blitzstatistik gibt es hier keinen stadtscharfen Zuschnitt: Ausgewiesen wird die Dichte für den gesamten Landkreis Zwickau mit rund 944 Quadratkilometern, also für ein Gebiet, das von der Talaue bis in die Erzgebirgsausläufer reicht. Über die Jahre 2015 bis 2025 kommt der Kreis auf 0,53 Einschläge pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Mittel, ein Faktor von 0,82, in absoluten Zahlen rund 497 registrierte Einschläge pro Jahr. Ein Jahr sticht dabei deutlich heraus: 2019 wurden 1.123 Einschläge und damit 1,19 pro Quadratkilometer gezählt, während der bundesweite Wert desselben Jahres bei 0,58 lag — mehr als das Doppelte, ohne bundesweite Entsprechung, also eine lokale Häufung. Rechnet man 2019 heraus, sinkt der Mittelwert auf 0,46 und der Faktor auf 0,72. In nur drei der elf Jahre lag der Kreis über dem deutschen Wert; am ruhigsten blieb es 2020 mit 197 Einschlägen oder 0,21 pro Quadratkilometer. Weil der Bezugsraum die Höhenlagen einschließt, in denen die Zellen typischerweise entstehen, dürfte die Dichte über der Stadt selbst eher am unteren Rand dieses Werts liegen — belegen lässt sich das aus den vorliegenden Daten allerdings nicht.
Temperaturen in Zwickau
So warm und kalt ist es in Zwickau:
Auf 0,01 Grad genau trifft Zwickau das Bundesmittel: 9,53 °C im Durchschnitt der ausgewerteten Jahre gegenüber 9,54 °C im deutschen Mittel derselben Jahre. Das ist so nah am Ausgleich, wie es die Daten überhaupt hergeben — und trotzdem verlangt es eine Einordnung, denn die Reihe beginnt erst 1995. Die kühlen Jahrzehnte der 1970er und 1980er fehlen also, und weil sich Deutschland seither insgesamt erwärmt hat, liegen beide Kurven auf einem höheren Niveau als eine Reihe ab 1975. Innerhalb des erfassten Zeitraums schwankt der Abstand um die Nulllinie: 1995 bis 2003 lag Zwickau 0,14 Grad darüber, 2006 bis 2014 dann 0,17 Grad darunter, seit 2015 exakt gleichauf. In elf der 29 Jahre war die Stadt wärmer als der Bundesdurchschnitt, in den übrigen kühler oder gleichauf. Die Einzeljahre reichen von 7,2 Grad im kalten Jahr 1996 bis zu 11,1 Grad im Rekordjahr 2024. Dass eine Stadt am Rand des Erzgebirges überhaupt auf Bundesniveau kommt, erklärt sich aus der Höhe: 267 Meter in der Talaue sind eben deutlich weniger als die Kammlagen ringsum. Zur Datengrundlage gehört, dass neben dem späten Beginn auch die Jahre 2004 und 2005 fehlen; der Bundesvergleich ist ausschließlich gegen dieselben 29 Jahre gerechnet.




