Wetterradar Chemnitz
Chemnitz liegt im Erzgebirgsbecken, dort wo das Mittlere Erzgebirge nach Norden hin ausläuft. Die Stadt verteilt sich über eine erhebliche Höhenspanne: Die Flusssohle der Chemnitz liegt bei rund 290 Metern, die nördlichen Erhebungen bei etwa 300, der höchste Punkt des Stadtgebiets aber ist die Klaffenbacher Höhe im Süden mit 523,4 Metern über Normalhöhennull. Gut 230 Höhenmeter zwischen Tal und Stadtrand — das ist kein Detail, sondern der Grund dafür, dass sich das Wetter hier innerhalb weniger Kilometer sichtbar unterscheidet. Bei Grenzwetterlagen im Winter kann in den südlichen Ortsteilen Schnee liegen, während es an der Chemnitz regnet. Über den ganzen Freistaat spannt sich das Wetterradar für Sachsen — dort tritt hervor, wie scharf die Erzgebirgskante das Land in zwei Klimahälften trennt.
Der Fluss, der der Stadt den Namen gibt, entsteht im Ortsteil Altchemnitz aus dem Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz — zwei Mittelgebirgsbächen, die beide aus dem Erzgebirge herunterkommen. Wer ihrem Lauf nach Norden folgt, merkt, wie das Gelände flacher und die Luft ein wenig milder wird; wer nach Süden geht, hat nach zwanzig Kilometern den Kamm vor sich. Diese Nord-Süd-Achse prägt fast alles am hiesigen Wetter. Ob aus einer Niederschlagsfront dabei Regen oder Schnee wird, trennt das Regenradar für Chemnitz verlässlicher als das bloße Thermometer am Stadtrand. Gut 60 Kilometer ostnordöstlich, schon im Elbtal, liegt Dresden.
aktuelles Wetterradar Chemnitz
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol unten rechts in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. Unten links können Sie das Wetterradar außerdem für heute, morgen oder die nächsten Tage einstellen.
powered by wetteronline.de
Wie ist das Wetter in Chemnitz?
Sonnenschein in Chemnitz
So oft scheint in Chemnitz die Sonne:
1.077,7 Stunden im Jahr 1977, 2.119,0 Stunden im Jahr 2011 — zwischen dem trübsten und dem sonnigsten Jahr der Reihe liegt fast das Doppelte. Im langjährigen Mittel kommt Chemnitz auf 1.681,74 Sonnenstunden pro Jahr gegenüber 1.635,38 Stunden im deutschen Durchschnitt derselben Jahre, ein Plus von 46,35 Stunden oder 2,8 Prozent. In 41 der 51 ausgewerteten Jahre war die Stadt sonniger als der Bundesdurchschnitt. Auffällig ist die Entwicklung: In den Jahren 1975 bis 1989 lag Chemnitz mit 0,2 Prozent noch minimal darunter, von 1990 bis 2004 dann 3,0 Prozent darüber, zwischen 2005 und 2014 bei 4,7 Prozent und seit 2015 bei 4,5 Prozent. Der Vorsprung ist also erst im Lauf der Reihe entstanden. Woran das liegt, lässt sich aus diesen Zahlen nicht beantworten: Sie zeigen, dass der Abstand größer geworden ist, nicht warum. Zur Datengrundlage: Die Reihe umfasst alle 51 Jahre von 1975 bis 2025 ohne Lücke, der Bundesvergleich ist gegen exakt denselben Zeitraum gerechnet.
Regen in Chemnitz
So oft und so viel regnet es in Chemnitz:
Zwölf von 50 ausgewerteten Jahren lagen über dem deutschen Mittel — genug, dass sich kein eindeutiges Trockenbild ergibt, zu wenig für einen Ausgleich. Unterm Strich kommt Chemnitz auf 722,41 Millimeter im Jahr gegenüber 790,16 Millimetern im Bundesdurchschnitt derselben Jahre, ein Defizit von 67,75 Millimetern oder 8,6 Prozent. Das ist deutlich, aber moderat, und es passt zur Lage am Gebirgsrand: Wo die Luft schon anzusteigen beginnt, geht mehr Niederschlag nieder als in den flachen Becken weiter nördlich. Über die Jahrzehnte schwankt das Defizit erheblich — 11,7 Prozent in den Jahren 1975 bis 1989, 11,9 Prozent bis 2004, dann nur noch 1,3 Prozent zwischen 2005 und 2014, seit 2015 wieder 5,9 Prozent. Eine Richtung lässt sich daraus nicht ablesen, wohl aber, dass einzelne nasse Jahrzehnte den Abstand fast schließen können. Die Streuung zwischen den Jahren ist entsprechend groß: 491,3 Millimeter im trockensten Jahr 1982 stehen 965,7 Millimetern im nassesten Jahr 2010 gegenüber. Zur Datengrundlage: Die Reihe deckt 1975 bis 2025 ab, lediglich für 2024 fehlt ein Wert; der Bundesvergleich ist ausschließlich gegen dieselben 50 Jahre gerechnet.
Gewitter und Blitze in Chemnitz
So oft blitzt und donnert es in Chemnitz:
Die Blitzreihe verläuft hier ungewöhnlich ruhig. Im Mittel der Jahre 2015 bis 2025 registrierte ALDIS 0,49 Einschläge pro Quadratkilometer über dem Chemnitzer Stadtgebiet gegenüber 0,64 im bundesweiten Durchschnitt — ein Faktor von 0,76, in absoluten Zahlen rund 106 Einschläge pro Jahr. Nur zwei der elf Jahre lagen überhaupt über dem deutschen Wert: 2015 mit 1,15 pro Quadratkilometer und 2017 mit 0,85. Das erste dieser beiden Jahre war auch bundesweit das aktivste der Reihe, mit 0,89 pro Quadratkilometer; die Chemnitzer Spitze fällt damit in ein Jahr, in dem es überall kräftig gewitterte, und ist entsprechend gut einzuordnen. Ohne 2015 sinkt der Mittelwert auf 0,42 und der Faktor auf 0,66 — der Abstand nach unten wird also größer, nicht kleiner. Am ruhigsten blieb es 2025 mit 46 registrierten Einschlägen oder 0,21 pro Quadratkilometer. Für die Belastbarkeit spricht die Datenlage: elf lückenlose Jahre, ausgewiesen für das Stadtgebiet selbst und nicht für einen größeren Bezugsraum. Dass eine Stadt am Gebirgsrand weniger Blitze zählt als der Bundesschnitt, mag überraschen — die Zellen entstehen eben über dem Kamm und nicht über dem Becken.
Temperaturen in Chemnitz
So warm und kalt ist es in Chemnitz:
Beim Temperaturvergleich dreht sich hier das Vorzeichen um: Chemnitz liegt nicht über, sondern unter dem deutschen Mittel. 8,75 °C im Durchschnitt der Jahre 1975 bis 2025 stehen 9,11 °C im Bundesmittel derselben Jahre gegenüber, ein Minus von 0,36 Grad oder 4,0 Prozent. In keinem einzigen Jahr der Reihe lag die Stadt über dem deutschen Wert; dreimal, 1982, 2019 und 2024, war sie exakt gleichauf, sonst immer darunter. Die Erklärung liegt in der Höhe: Eine Stadt, deren Kern auf rund 300 Metern liegt und deren Ränder bis über 520 Meter reichen, kann mit den Tieflandstandorten nicht mithalten, so dicht sie auch bebaut ist. Bemerkenswert ist aber, dass der Rückstand kleiner geworden ist — von 0,40 Grad in den Jahren 1975 bis 1989 auf 0,21 Grad seit 2015. Chemnitz hat sich also etwas stärker erwärmt als der Bundesdurchschnitt. Die Einzeljahre reichen von 6,5 Grad im kalten Jahr 1996 bis zu 10,9 Grad im Rekordjahr 2024. Zur Datengrundlage: Die Reihe umfasst alle 51 Jahre von 1975 bis 2025 ohne eine einzige Lücke, was Vergleiche über den gesamten Zeitraum belastbar macht.




