Wetterradar Plauen
Plauen ist die größte Stadt des sächsischen Vogtlands und liegt im äußersten Südwesten des Freistaats, im Tal und an den Uferhängen der Weißen Elster. Die mittlere Höhe des Stadtgebiets beträgt 412 Meter, und die Spanne innerhalb der Stadtgrenzen ist beträchtlich: von 305 Metern an der Elstersohle bis auf 525 Meter am bewaldeten Culmberg. Auf rund 102 Quadratkilometern staffeln sich damit gut 220 Höhenmeter — eine Mittelgebirgsstadt, keine Talstadt im Flachland, auch wenn das Zentrum unten am Fluss liegt. Im Wetterradar für Sachsen hebt sich der äußerste Südwesten des Landes regelmäßig vom Rest ab.
Berühmt geworden ist die Stadt durch etwas Feines: 1880 gelang es hier erstmals, maschinengestickte Tüllspitze ohne Unterlage herzustellen — die Plauener Spitze, die der Textilindustrie der Region weltweiten Ruf verschaffte. Die großen Fabrikbauten aus dieser Zeit prägen das Stadtbild bis heute, viele davon an den Hängen über dem Fluss, wo die Höhenlage im Winter unmittelbar spürbar wird. Ob eine Front, die von Westen über das Vogtland zieht, im Elstertal überhaupt noch Substanz hat, beantwortet das Regenradar für Plauen. Knapp 40 Kilometer nordöstlich liegt Zwickau.
aktuelles Wetterradar Plauen
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
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Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
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Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
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Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
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Wie ist das Wetter in Plauen?
Sonnenschein in Plauen
So oft scheint in Plauen die Sonne:
Beim Sonnenschein bleibt Plauen unter dem Bundesmittel, und zwar über alle Teilzeiträume der Reihe hinweg. Im Durchschnitt der 21 vorhandenen Jahreswerte kommt die Stadt auf 1.554,56 Stunden gegenüber 1.657,95 Stunden im deutschen Mittel derselben Jahre, ein Minus von 103,39 Stunden oder 6,2 Prozent. In den frühen Jahren betrug der Rückstand 7,0 Prozent, zwischen 1996 und 2010 lag er bei 7,1 Prozent, von 2011 bis 2020 bei 5,0 Prozent — die Richtung bleibt in jedem Abschnitt dieselbe, der Abstand wird nur etwas kleiner. Ein einziges Jahr, das Jahr 2000, lag überhaupt über dem deutschen Wert. Die Einzeljahre schwanken zwischen 1.332,5 Stunden im trüben Jahr 1996 und 1.806,5 Stunden im sonnigen Jahr 2011. Die Datengrundlage verlangt dabei eine deutliche Einschränkung: Von den 51 Jahren seit 1975 enthalten die Charts nur 21 Werte, und sie verteilen sich sehr ungleichmäßig — zwei Werte aus den 1970er-Jahren, dann eine Lücke bis 1991, ein Block in den späten 1990ern, ein weiterer ab 2007, und nach 2020 kein Wert mehr. Für den Vergleich ist das kein Hindernis, weil jeder Abschnitt gegen exakt dieselben Jahre gerechnet wurde; für die Frage, wie sich die Sonnenscheindauer über ein halbes Jahrhundert entwickelt hat, reichen diese Stichproben nicht.
Regen in Plauen
So oft und so viel regnet es in Plauen:
2010 ist das einzige Jahr der gesamten Reihe, in dem über Plauen mehr Regen fiel als im deutschen Mittel — 896,8 gegenüber 868,5 Millimetern. In den übrigen 36 ausgewerteten Jahren lag die Stadt darunter, oft weit. Im Durchschnitt ergeben sich 591,21 Millimeter gegenüber 790,42 Millimetern im Bundesmittel derselben Jahre, ein Defizit von 199,21 Millimetern oder 25,2 Prozent. Das ist ein sehr deutlicher Rückstand, und er passt zur Lage im Regenschatten: Was die Mittelgebirge im Westen abfangen, fehlt hier. Über die Zeit hat sich der Abstand etwas verringert — von 29,1 Prozent in den Jahren 1975 bis 1991 auf 21,6 Prozent zwischen 2000 und 2011 und 22,1 Prozent ab 2012. Eine belastbare Richtung lässt sich daraus wegen der Lückenstruktur nicht ableiten, wohl aber, dass die frühen Jahrzehnte die trockensten der Reihe waren. Das trockenste Einzeljahr war 1991 mit 409,5 Millimetern, das nasseste eben 2010. Zur Datengrundlage: In den Charts fehlen die Jahre 1993 bis 1995, 2002, 2004, 2006 und 2018 vollständig, weitere Einzeljahre enthalten keinen Wert; gerechnet wurde ausschließlich gegen dieselben 37 Jahre des Bundesmittels.
Gewitter und Blitze in Plauen
So oft blitzt und donnert es in Plauen:
Zwei Zahlen stehen hier gegeneinander, und nur eine davon taugt für den Vergleich. Vorweg gehört allerdings eine Einschränkung: Für Plauen liegt keine eigene Blitzstatistik vor, weder auf Stadt- noch auf Landkreisebene — ausgewiesen wird die Dichte für ganz Sachsen, also für rund 18.400 Quadratkilometer vom Vogtland bis in die Lausitz. Für den Zeitraum 2015 bis 2025, der mit den Reihen anderer Standorte vergleichbar ist, kommt das Land auf 0,635 Einschläge pro Quadratkilometer und trifft damit den bundesweiten Durchschnitt desselben Zeitraums von 0,635 praktisch auf die Nachkommastelle genau, ein Faktor von 0,99. Die längere Reihe ab 2006 ergibt dagegen 1,02 Einschläge pro Quadratkilometer — gegen die feste bundesweite Referenz von 0,64 wäre das ein Faktor von 1,59 und damit ein völlig anderes Bild. Der Grund ist simpel: Der deutsche Durchschnitt lag in diesen zwanzig Jahren selbst bei 0,87, weil die Jahre bis 2013 durchweg blitzreicher waren als die danach. Sachsen lag also auch damals nicht um 59 Prozent über dem Bundeswert, sondern um 16,6 Prozent — und über den vergleichbaren jüngeren Zeitraum eben exakt darauf. Wo Plauen selbst innerhalb dieses Landesmittels liegt, lässt sich aus diesen Daten nicht sagen.
Temperaturen in Plauen
So warm und kalt ist es in Plauen:
412 Meter mittlere Höhe machen sich in der Temperaturbilanz unmittelbar bemerkbar: 8,45 °C im Mittel der 37 ausgewerteten Jahre stehen 9,11 °C im deutschen Durchschnitt derselben Jahre gegenüber, ein Minus von 0,66 Grad oder 7,2 Prozent. Der Befund ist dabei ohne Ausnahme — in keinem einzigen Jahr der Reihe erreichte Plauen den Bundeswert, nicht einmal gleichauf lag die Stadt jemals. Für eine Stadt, deren Zentrum am Fluss und deren Ränder gut zweihundert Meter höher liegen, ist das keine Überraschung, sondern die zu erwartende Folge der Lage im Mittelgebirge. Interessanter ist die Bewegung dahinter: In den Jahren 1975 bis 1991 betrug der Rückstand 0,74 Grad, zwischen 2000 und 2011 dann 0,61 Grad und ab 2013 noch 0,57 Grad. Plauen hat sich also etwas stärker erwärmt als der Bundesdurchschnitt, ohne ihn deshalb einzuholen. Die Einzeljahre reichen von 6,5 Grad im kalten Jahr 1987 bis zu 10,5 Grad im Rekordjahr 2024. Zur Datengrundlage: Die Achsen der Charts enthalten die Jahre 1993 bis 1995, 2002, 2004, 2006 und 2018 nicht, dazu fehlen einzelne weitere Werte; der Bundesvergleich ist ausschließlich gegen dieselben 37 Jahre gerechnet.




