Wetterradar Stendal
Stendal liegt in der südöstlichen Altmark, rund 30 Meter über Normalhöhennull. Durch das Stadtgebiet fließt die Uchte, ein kleiner Fluss, der es nach Norden hin verlässt; gut zehn Kilometer östlich verläuft die Elbe. Höhenunterschiede, die auf das Wetter wirken könnten, gibt es auf den 268 Quadratkilometern Stadtgebiet nicht — die Altmark ist Tiefland, und Wetterlagen queren sie ungebremst. Sachsen-Anhalt reicht vom Brocken bis hierher: Im Wetterradar für Sachsen-Anhalt trennen den höchsten und den flachsten Teil des Landes gut 1.100 Höhenmeter, und Stendal steht am unteren Ende dieser Spanne.
Von 1358 bis 1518 gehörte Stendal der Hanse an, und die Backsteingotik dieser Jahrhunderte bestimmt bis heute das Stadtbild: der Dom St. Nikolaus mit seiner Bauinschrift von 1423, die Marienkirche, das Uenglinger Tor, dessen heutige Gestalt zwischen 1450 und 1460 entstand und das 27,5 Meter hoch über der einstigen Nordmauer aufragt. Vor dem Rathaus steht der Roland von 1525. 1717 wurde hier Johann Joachim Winckelmann geboren. Backstein nimmt Feuchtigkeit auf und trocknet nur langsam wieder ab; wie viel davon im Jahr überhaupt zusammenkommt, zeigt das Regenradar für Stendal. Nach Süden hin ändert sich an dieser Flachheit über 55 Kilometer bis Magdeburg wenig.
aktuelles Wetterradar Stendal
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
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Wie ist das Wetter in Stendal?
Sonnenschein in Stendal
So oft scheint in Stendal die Sonne:
Für Stendal selbst enthält die Sonnenscheinreihe keinen einzigen Messwert; die Jahresspalten von 2005 an bis 2025 sind sämtlich unbesetzt. Was hier steht, ist deshalb der Landeswert für Sachsen-Anhalt — eine Zahl über gut 20.000 Quadratkilometer, nicht über ein Stadtgebiet. Sachsen-Anhalt kommt zwischen 1975 und 2025 auf 1.646,61 Sonnenstunden im Jahr; deutschlandweit sind es über dieselbe Spanne 1.635,38. Dazwischen liegen 11,23 Stunden, also 0,7 Prozent — praktisch Bundesniveau, und entsprechend knapp fällt auch die Bilanz der Einzeljahre aus: In 28 der 51 Jahre lag das Land vorn, in 23 dahinter. Aufschlussreicher als der Mittelwert ist die Bewegung darin. Bis 1989 blieb Sachsen-Anhalt noch 0,5 Prozent hinter Deutschland zurück, danach lag es durchgehend vorn — erst 1,1, dann 1,4, zuletzt 1,0 Prozent. Beschränkt auf die 21 Jahre, die dieses Chart abdeckt, stehen 1.753,42 Landesstunden gegen 1.733,45 bundesweite — ein Abstand von 1,2 Prozent. Die Einzeljahre des Landes streuen dabei erheblich: 1.314,1 Stunden im trübsten Jahr 1977, 2.085,5 im hellsten 2018, mehr als 770 Stunden Unterschied. Zwei Dinge schränken die Übertragbarkeit ein. Das Land reicht vom Brocken bis in die Altmark und mittelt damit sehr unterschiedliche Lagen zu einer einzigen Zahl. Und die Vermutung, dass ein flacher Standort ohne Staulagen eher am oberen Ende dieser Spanne liegt, bleibt eine Vermutung — aus dieser Reihe folgt sie nicht.
Regen in Stendal
So oft und so viel regnet es in Stendal:
Fünf Jahre trennen das trockenste vom nassesten Jahr der Reihe, und dazwischen liegt fast der Faktor drei: 2018 fielen 286,2 Millimeter, 2023 waren es 811,7. Der Stendaler Jahresmittelwert über die 19 ausgewerteten Jahre beträgt 531,16 Millimeter; deutschlandweit waren es in denselben Jahren 778,56. Das sind 247,40 Millimeter weniger, ein Rückstand von 31,8 Prozent — und er fiel in jedem einzelnen dieser 19 Jahre an, keines erreichte den bundesweiten Wert. Größer geworden ist er zudem: In den ersten sieben Jahren betrug er 27,4 Prozent, in den fünf vorhandenen Jahren danach 34,6 und in den letzten sieben 34,4. Dass der erste Abschnitt so deutlich abweicht, geht vor allem auf die beiden nassen Jahre 2007 (794,5 Millimeter) und 2010 (680,7 Millimeter) zurück, die beide in ihn fallen. 2012 und 2015 sind unbesetzt geblieben; jeder Abschnitt ist gegen genau die Jahre gerechnet, die er tatsächlich enthält.
Gewitter und Blitze in Stendal
So oft blitzt und donnert es in Stendal:
Die elf Jahre der Reihe zerfallen in zwei sehr ungleiche Hälften. Bis einschließlich 2019 kam der Landkreis Stendal auf 0,57 Einschläge pro Quadratkilometer; ab 2020 waren es nur noch 0,23 — weniger als die Hälfte. Der bundesweite Wert ging im selben Vergleich ebenfalls zurück, von 0,73 auf 0,56, aber längst nicht so stark. Der Durchschnitt über die gesamte Reihe beträgt 0,38 Einschläge pro Quadratkilometer; bundesweit sind es 0,64, womit der Landkreis auf einen Faktor von 0,60 kommt. Absolut zählte ALDIS im Schnitt 930 Einschläge pro Jahr, verteilt auf rund 2.400 Quadratkilometer Kreisfläche. Über dem deutschen Wert lag der Kreis in keinem der elf Jahre. Das aktivste war 2015 mit 1.876 Einschlägen und 0,77 pro Quadratkilometer — bundesweit fiel es genauso aus; das ruhigste war 2022 mit 345 Einschlägen und 0,14. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die Werte gelten für den gesamten Landkreis und nicht für das Stadtgebiet, und elf Jahre sind zu wenig, um aus dem Rückgang mehr zu machen als eine Beobachtung über diesen Zeitraum.
Temperaturen in Stendal
So warm und kalt ist es in Stendal:
Von Jahr zu Jahr bewegt sich die Temperatur um ein Vielfaches dessen, was die Stadt vom Bundesmittel trennt — und trotzdem kehrt sich dieser Abstand kein einziges Mal um. Zwischen dem kältesten Jahr der Reihe, 2010 mit 8,3 Grad, und dem wärmsten, 2024 mit 11,7 Grad, liegen 3,4 Grad; der mittlere Vorsprung gegenüber Deutschland beträgt dagegen 0,60 Grad. Der Stendaler Mittelwert liegt bei 10,33 °C, der bundesweite über dieselbe Zeitspanne bei 9,72 °C — 6,2 Prozent Unterschied. Über dem Bundeswert lag die Stadt in jedem der 21 Jahre, auch 2010, als Deutschland auf 7,9 Grad kam. In den ersten sieben Jahren betrug der Vorsprung 0,59 Grad, in den mittleren sieben 0,54 und in den letzten sieben 0,69. Eine Einschränkung betrifft den Mittelwert selbst: Die Messreihe setzt erst 2005 ein und deckt damit ausschließlich die jüngere, ohnehin wärmere Periode ab. 10,33 °C fallen deshalb höher aus, als eine bis in die 1970er zurückreichende Reihe ergäbe. Am Abstand von 0,60 Grad ändert das nichts, weil beide Seiten des Vergleichs über dieselben 21 lückenlosen Jahre gebildet sind.




