Wetterradar Magdeburg
Magdeburg liegt an der mittleren Elbe, am Ostrand der Magdeburger Börde, und es ist eine ausgesprochen flache Stadt. Der tiefste Punkt des Stadtgebiets liegt bei 40,8 Metern über Normalhöhennull, der höchste sind die Hängelsberge mit 124 Metern; der Ortsmittelpunkt, der Fußpunkt des Nordturms des Doms, wird mit 56,2 Metern geführt. Auf rund 201 Quadratkilometern staffeln sich also gerade einmal gut achtzig Höhenmeter, und der größte Teil der Stadt bewegt sich in einem viel engeren Band als das. Luftmassen, die von Westen kommen, finden hier weder Hindernis noch Anstieg — was ankommt, zieht durch. Das Wetterradar für Sachsen-Anhalt deckt die ganze Spanne vom Harz bis in die Altmark ab; Magdeburg liegt im flachsten Teil davon.
Die Stadt hat eine für ihre Größe außergewöhnliche Dichte an Bauwerken, die man von weitem sieht — was in dieser Ebene etwas heißen will. Der Dom, zwischen 1209 und 1520 errichtet, prägt die Silhouette über der Elbe; ein paar Straßen weiter steht die Grüne Zitadelle, ein 2005 eröffneter Bau nach einem Entwurf Friedensreich Hundertwassers. Und mit Otto von Guericke, im 17. Jahrhundert Bürgermeister der Stadt und Pionier der Vakuumtechnik, hat Magdeburg einen Namen in der Geschichte der Physik. Ob über der Börde gerade ein Schauer steht oder zwei Kilometer weiter nördlich vorbeizieht, lässt sich im Regenradar für Magdeburg verfolgen. Rund 65 Kilometer westnordwestlich, schon in Niedersachsen, liegt Wolfsburg.
aktuelles Wetterradar Magdeburg
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
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Wie ist das Wetter in Magdeburg?
Sonnenschein in Magdeburg
So oft scheint in Magdeburg die Sonne:
In 43 der 49 ausgewerteten Jahre schien in Magdeburg länger die Sonne als im deutschen Mittel. Über die gesamte Reihe ergeben sich 1.707,15 Stunden pro Jahr gegenüber 1.628,88 Stunden im Bundesdurchschnitt derselben Jahre, ein Plus von 78,27 Stunden oder 4,8 Prozent. Der Vorsprung ist über die Zeit allerdings kleiner geworden: In den Jahren 1975 bis 1989 lag er bei 4,8 Prozent, von 1990 bis 2004 sogar bei 6,9 Prozent, zwischen 2005 und 2014 bei 4,2 Prozent und seit 2015 nur noch bei 2,2 Prozent. Nicht weil Magdeburg trüber geworden wäre — die Stadt kommt in den jüngeren Jahren auf höhere Werte als früher —, sondern weil der bundesweite Durchschnitt stärker zugelegt hat. Die Einzeljahre reichen von 1.393,0 Stunden im trüben Jahr 1984 bis zu 2.168,1 Stunden im außergewöhnlich sonnigen Jahr 2018. Zur Datengrundlage: Die Reihe deckt 1975 bis 2023 ab, für 2024 und 2025 liegen keine Werte vor; alle Vergleiche sind gegen exakt dieselben 49 Jahre des Bundesmittels gerechnet.
Regen in Magdeburg
So oft und so viel regnet es in Magdeburg:
Das nasseste Jahr der Magdeburger Reihe war 2010 mit 754,5 Millimetern — und selbst dieses Jahr blieb unter dem deutschen Durchschnitt desselben Jahres, der bei 868,5 Millimetern lag. Das beschreibt die Lage besser als jeder Mittelwert: In keinem einzigen der 50 ausgewerteten Jahre erreichte die Stadt den bundesweiten Wert. Im Mittel kommt Magdeburg auf 501,90 Millimeter gegenüber 791,02 Millimetern im Bundesdurchschnitt derselben Jahre, ein Defizit von 289,12 Millimetern oder 36,6 Prozent. Damit liegt die Stadt sehr weit unter dem deutschen Niveau, und daran hat sich über fünf Jahrzehnte wenig geändert: 39,8 Prozent Rückstand in den Jahren 1975 bis 1989, 36,7 Prozent bis 2004, 31,1 Prozent bis 2014 und seit 2015 wieder 36,9 Prozent. Das trockenste Jahr war gleich das erste der Reihe, 1975, mit 302,9 Millimetern — weniger als die Hälfte dessen, was in diesem Jahr bundesweit fiel. Zur Datengrundlage: Die Reihe deckt 1975 bis 2025 ab, allein für 2017 fehlt ein Wert; der Bundesvergleich ist ausschließlich gegen dieselben 50 Jahre gerechnet. Für die Beobachtung im Regenradar heißt das vor allem: Einzelne Ereignisse fallen hier stärker ins Gewicht als anderswo, weil die Grundmenge so klein ist.
Gewitter und Blitze in Magdeburg
So oft blitzt und donnert es in Magdeburg:
Von 341 Einschlägen im Jahr 2018 auf 12 im Jahr 2025 — die Magdeburger Blitzreihe schwankt um fast das Dreißigfache. Im Mittel der Jahre 2015 bis 2025 ergeben sich 0,60 Einschläge pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Durchschnitt, ein Faktor von 0,94, in absoluten Zahlen rund 118 Einschläge pro Jahr über dem Stadtgebiet. Dieser Mittelwert ist allerdings mit Vorsicht zu lesen, weil er fast vollständig von zwei Jahren getragen wird: 2018 mit 1,75 und 2015 mit 1,59 pro Quadratkilometer. Rechnet man 2018 heraus, sinkt der Wert auf 0,49 und der Faktor auf 0,76; ohne beide Spitzenjahre bleiben 0,37 und ein Faktor von 0,57. Die neun übrigen Jahre zeichnen also das Bild eines deutlich unterdurchschnittlich blitzreichen Standorts. Beide Ausreißer lassen sich nur teilweise bundesweit erklären: 2015 war mit 0,89 pro Quadratkilometer auch deutschlandweit das aktivste Jahr der Reihe, 2018 lag der Bundeswert dagegen bei 0,79 und damit nicht annähernd so hoch wie in Magdeburg. Am ruhigsten blieb es 2025 mit zwölf registrierten Einschlägen oder 0,06 pro Quadratkilometer. Für die Belastbarkeit spricht immerhin die Datenlage: elf lückenlose Jahre, ausgewiesen für das Stadtgebiet selbst und nicht für einen größeren Bezugsraum.
Temperaturen in Magdeburg
So warm und kalt ist es in Magdeburg:
Vergleicht man die ersten fünfzehn Jahre der Reihe mit den letzten elf, hat sich Magdeburg um 2,39 Grad erwärmt — von 8,82 auf 11,21 °C. Der bundesweite Durchschnitt legte im selben Vergleich um 1,83 Grad zu, von 8,31 auf 10,14 °C. Die Stadt ist also nicht nur wärmer als das Bundesmittel, sie entfernt sich auch weiter davon: Der Vorsprung betrug 1975 bis 1989 noch 0,51 Grad, zwischen 1990 und 2004 dann 0,49 Grad, von 2005 bis 2014 schon 0,92 Grad und seit 2015 volle 1,07 Grad. Über die gesamte Reihe gemittelt ergeben sich 9,82 °C gegenüber 9,11 °C im deutschen Durchschnitt derselben Jahre, ein Plus von 0,71 Grad oder 7,8 Prozent — und in allen 51 Jahren lag die Stadt darüber, ohne eine einzige Ausnahme. Erklären lässt sich das mit der Lage: tief gelegene Beckenlandschaft im Windschatten des Harzes, wenig Höhe, dazu eine dicht bebaute Innenstadt. Welchen Anteil davon die Bebauung trägt, ist aus diesen Zahlen nicht ablesbar; dass der Abstand wächst, ist es. Die Einzeljahre reichen von 7,3 Grad im kalten Jahr 1996 bis zu 12,1 Grad im Rekordjahr 2024. Die Reihe umfasst alle 51 Jahre von 1975 bis 2025 ohne eine einzige Lücke.




