Regenradar Erfurt
Zwischen Erfurt und dem Atlantik stehen zwei Barrieren, und beide wirken in dieselbe Richtung. Aus Südwesten türmt sich der Thüringer Wald auf über 900 Meter, im Westen und Nordwesten schieben sich Hainich, Eichsfeld und dahinter der Harz in den Weg. Feuchte Luft muss über diese Kämme steigen, kühlt dabei ab und regnet auf der Luvseite aus; auf der Rückseite sinkt sie wieder, erwärmt sich und trocknet. Erfurt liegt nur wenige Dutzend Kilometer hinter dem Kamm — also genau dort, wo dieser Effekt am stärksten ist, bevor die Luft auf ihrem weiteren Weg nach Osten wieder Feuchtigkeit aufnimmt. Wie ein Regengebiet an den Kämmen hängenbleibt und über dem Becken ausdünnt, macht das Regenradar für Thüringen in einem Bild sichtbar.
Was an Wasser ankommt, sammelt die Gera und führt es nach Norden zur Unstrut, weiter in die Saale und schließlich in die Elbe. Für die Landwirtschaft des Beckens, seit Jahrhunderten die produktivste Thüringens, ist das eine dauerhafte Rechnung mit knappen Posten: Die Böden sind ausgezeichnet, das Wasser ist es nicht. Aus demselben Grund wiegen die wenigen kräftigen Sommerereignisse an diesem Ort besonders schwer — ob ein Guss aus einer Gewitterzelle stammt oder aus einem Landregen, unterscheidet das Gewitterradar, und ob er als Regen oder als Schnee herunterkommt, entscheidet die Luftmasse im Wetterradar. Auf der anderen Seite der Barriere, knapp 100 Kilometer nordwestlich, fängt Göttingen dieselben Fronten ab, während sie noch schwer beladen sind.
Regenradar Erfurt
Das Niederschlagsradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge sowie Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
PLUS: Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol unten rechts in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. Unten links können Sie das Wetterradar außerdem für heute, morgen oder die nächsten Tage einstellen.
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Regenprognose Erfurt
Die Niederschlagsprognose zeigt Ihnen an, mit welcher Niederschlagsmenge Sie im ausgewählten Gebiet zu rechnen haben. Dabei können Sie einen Zeitraum festlegen, der von den nächsten 12 Stunden bis hin zu den nächsten 5 Tagen reicht.
Mithilfe des Markers können Sie die Niederschlagsmenge ablesen. Der Marker lässt sich auch in das Gebiet Ihrer Wahl verschieben.
Die Menge der Niederschläge in Millimeter wird Ihnen farblich angezeigt:
Schwache Niederschläge:
bis 3mm
Moderate Niederschläge:
bis 10mm
Mäßige Niederschläge
bis 25mm
Starke Niederschläge: bis 100mm
Sehr starke Niederschläge: bis zu 300mm
Unten können Sie noch auswählen, auf welchen Zeitraum sich die Regenprognose beziehen soll.
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So oft und so viel regnet es in Erfurt:
Diese Kurve berührt die deutsche Vergleichslinie kein einziges Mal. In keinem der 49 ausgewerteten Jahrgänge hat Erfurt den Bundeswert erreicht, geschweige denn übertroffen — im Mittel stehen 518,18 Millimetern im Stadtgebiet 791,48 Millimeter im Bundesschnitt gegenüber; es fehlen also 273,30 Millimeter, gut ein Drittel. Auffällig ist dabei, wie eng das Band bleibt: 38,3 Prozent Rückstand bis 1987, danach 35,4, dann 30,7 und im jüngsten Abschnitt 33,5 Prozent. Fünf Jahrzehnte, vier Abschnitte, und der Abstand bewegt sich um weniger als acht Prozentpunkte. Das spricht dafür, dass hier keine Wetterlage am Werk ist, sondern die Geografie: Wo der Regen an einem Gebirgskamm ausfällt, fällt er jedes Jahr aus. Die Einzeljahre schwanken trotzdem erheblich. Am weitesten entfernte sich 1982 mit 295,6 Millimetern gegen 705,7 im Bundesmittel — 58,1 Prozent Rückstand in einem einzigen Jahr. Am nächsten kam die Stadt dem Bundeswert 2014, als 667,4 gegen 727,1 Millimeter nur noch 8,2 Prozent trennten. Den nassesten Jahrgang brachte 2002 mit 766,9 Millimetern — einen Wert, den der Bundesschnitt in den meisten Jahren übertrifft. Zwei Jahrgänge, 2022 und 2023, sind in der Grafik nicht besetzt; die übrigen 49 tragen die Auswertung.




