Regenradar Kiel
Regen kommt in Kiel fast immer von Westen, und er hat einen erstaunlich kurzen Weg hinter sich. Zwischen der Nordseeküste bei Husum und der Kieler Förde liegen keine 90 Kilometer flaches Land — kein Höhenzug, der die heranziehende Luft zum Aufsteigen zwingt, aber eben auch keiner, der ihr unterwegs die Feuchtigkeit abnimmt. Was über der Nordsee aufgenommen wurde, steht über Kiel im Wesentlichen noch zur Verfügung. Das macht die Stadt zu einem Ort mit vielen Regentagen, an denen selten viel auf einmal fällt: Der typische Kieler Niederschlag ist der schiebende Landregen einer Atlantikfront, nicht der Wolkenbruch. Eine solche Front überquert das Land meist als durchgehendes Band von der Nordsee- bis zur Ostseeküste — im Regenradar für Schleswig-Holstein ist sie dabei in ganzer Länge zu sehen.
Im Sommer kommt eine zweite Zutat dazu. Steht die Ostsee kühler da als das aufgeheizte Land dahinter, entsteht am Nachmittag eine Seewindzirkulation, die feuchte Luft landeinwärts schiebt — die kräftigeren Schauer stehen dann oft nicht über der Förde, sondern zehn oder zwanzig Kilometer weiter im Binnenland über dem Ostholsteinischen Hügelland. Für die Hafenstadt selbst bedeutet das: Was am Horizont dunkel aufzieht, muss längst nicht ankommen. Ob aus einer solchen Zelle mehr wird als Regen, lässt sich am Gewitterradar unterscheiden, und wie warm die Luftmasse ist, aus der das Ganze stammt, steht im Wetterradar. Rund 135 Kilometer südwestlich, an der Wesermündung zur Nordsee hin, steht mit Bremerhaven eine Stadt, die dieselben Atlantikfronten empfängt, nur eben von der anderen Küste her.
Regenradar Kiel
Das Niederschlagsradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge sowie Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
PLUS: Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol unten rechts in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. Unten links können Sie das Wetterradar außerdem für heute, morgen oder die nächsten Tage einstellen.
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Regenprognose Kiel
Die Niederschlagsprognose zeigt Ihnen an, mit welcher Niederschlagsmenge Sie im ausgewählten Gebiet zu rechnen haben. Dabei können Sie einen Zeitraum festlegen, der von den nächsten 12 Stunden bis hin zu den nächsten 5 Tagen reicht.
Mithilfe des Markers können Sie die Niederschlagsmenge ablesen. Der Marker lässt sich auch in das Gebiet Ihrer Wahl verschieben.
Die Menge der Niederschläge in Millimeter wird Ihnen farblich angezeigt:
Schwache Niederschläge:
bis 3mm
Moderate Niederschläge:
bis 10mm
Mäßige Niederschläge
bis 25mm
Starke Niederschläge: bis 100mm
Sehr starke Niederschläge: bis zu 300mm
Unten können Sie noch auswählen, auf welchen Zeitraum sich die Regenprognose beziehen soll.
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So oft und so viel regnet es in Kiel:
787,42 Millimeter fallen im deutschen Mittel der ausgewerteten Jahre. Für Kiel weist die Reihe 760,65 Millimeter aus — knapp 27 Millimeter weniger, gut drei Prozent. Das ist ein kleiner Rückstand, und die einzelnen Jahrgänge bestätigen dieses ausgeglichene Bild: Zwölf von 33 lagen über dem deutschen Durchschnitt, 21 darunter. Verantwortlich dafür ist der kurze Landweg der Westwinde. Weiter östlich, hinter mehreren hundert Kilometern Festland, trocknen die vom Atlantik kommenden Luftmassen spürbar aus; über Kiel ist dieser Vorgang noch kaum in Gang gekommen. Die Einzeljahre schwanken dabei um fast den Faktor zwei — 520,3 Millimeter im trockenen 1996, 964,4 Millimeter im nassen 2002. Eine Richtung steckt darin nicht: Die vier Zehnjahresabschnitte liegen bei −5,3, dann −7,3, dann +2,4 und zuletzt −1,9 Prozent gegenüber dem Bundeswert, ein Hin und Her ohne Muster. Einschränken muss man die Reihe an zwei Stellen. Sie setzt trotz der Beschriftung „1975–2025″ erst 1987 ein, und zu den drei in der Achse gar nicht angelegten Jahrgängen 2008, 2012 und 2013 kommen 2001, 2004 und 2024 ohne Eintrag hinzu. Die 33 belegten Jahrgänge bilden dabei die Grundlage für beide Seiten des Vergleichs.




