Gewitterradar Dresden
Gewitter erreichen Dresden selten aus dem Nichts. Die feuchtwarme Luft findet ihre Hebung an den Rändern des Kessels — am Erzgebirge im Südwesten, am Elbsandsteingebirge im Südosten, an der Lausitzer Platte im Nordosten. Was dort entsteht, zieht anschließend ins Tal hinein, und weil die Zellen dabei oft an Struktur gewinnen, sind es gerade die von den Höhen herabziehenden Gewitter, die über der Stadt am kräftigsten ausfallen. Im Gewitterradar lassen sich die beiden Fälle unterscheiden: die Zelle, die beim Abstieg ins Tal an Kraft gewinnt, und die, die dabei auseinanderfällt. Ob dahinter eine ganze Gewitterlinie quer durch den Freistaat unterwegs ist, klärt das Gewitterradar für Sachsen.
Beobachten lässt sich das gut, weil der Kessel Sichtachsen bietet, die anderswo fehlen. Von den Elbhängen bei Loschwitz oder von der Terrasse über der Altstadt reicht der Blick weit nach Süden, bis zu den Höhenzügen, an denen die Zellen entstehen. Über der Silhouette steht dabei die Frauenkirche, die mit Kuppel und Turmkreuz gut 91 Meter erreicht: 1726 bis 1743 erbaut, im Februar 1945 zerstört, zwischen 1993 und 2005 wieder aufgebaut und am 30. Oktober 2005 neu geweiht. Den ersten Hinweis gibt dabei meist die Bewölkung: Türmen sich am Nachmittag über den südlichen Höhenzügen die Quellwolken auf, steht die Zelle oft schon eine Stunde später über der Stadt. Rund 100 Kilometer westlich liegt Leipzig.
Gewitterradar Dresden
Das Gewitterradar zeigt Ihnen aktuelle Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Gewitter wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren.
Schwache Gewitter:
🔵 Blau & 🟢 Grün = schwacher Niederschlag
Mäßige Gewitter:
🟡 Gelb & 🟠 Orange = mäßiger Niederschlag
Starke Gewitter (Unwetterrisiko):
🔴 Rot & 🟣 Violett = sehr starker Niederschlag – Vorsicht ist geboten!
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine ⚡ Blitz-Symbole, die einzelne Blitzeinschläge in Echtzeit anzeigen. Sie erscheinen als kurzes, weißes Aufblitzen.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. So erkennen Sie die Zugrichtung und können abschätzen, wohin das Gewitter weiter zieht.
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Blitzradar Dresden
Das Blitzradar zeigt Ihnen die aktuellen Blitzeinschläge auf einer Karte. Die Farben kennzeichnen das Alter der erfassten Blitze.
Aktuelle Blitze:
⚪ = Blitze der letzten 20 Minuten (aktuell)
Ältere Blitze:
🟠 Orange & Rot = Blitze vor 20–80 Minuten
🔴 Dunkelrot = Blitze vor 1–2 Stunden
Reine Blitzaktivität:
Im Gegensatz zum Gewitterradar zeigt das Blitzradar nur die Blitzeinschläge selbst – nicht die Niederschlagsmenge. So sehen Sie exakt, wo die elektrische Aktivität am höchsten ist.
Tipp:
Nutzen Sie Gewitterradar und Blitzradar zusammen – das Gewitterradar zeigt die Niederschläge, das Blitzradar die Blitzaktivität. Beide zusammen geben Ihnen ein optimales Bild der aktuellen Gewittersituation.
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So oft blitzt und donnert es in Dresden:
Zwei Jahre entscheiden hier über das Gesamtbild. Im Mittel der Jahre 2015 bis 2025 kommt Dresden auf 0,69 Einschläge pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Durchschnitt, in absoluten Zahlen rund 228 registrierte Einschläge pro Jahr über dem Stadtgebiet — ein Faktor von 1,07 also, knapp über dem deutschen Niveau. Dieser Wert trägt aber kaum weiter als bis zu den beiden ersten Jahren der Reihe. 2015 zählte ALDIS 692 Einschläge und damit 2,08 pro Quadratkilometer, 2016 waren es 480 beziehungsweise 1,45. Rechnet man 2015 heraus, sinkt der Mittelwert auf 0,55 und der Faktor auf 0,86; ohne beide Jahre bleiben 0,45 und ein Faktor von 0,70. Die neun übrigen Jahre zeichnen also das Bild eines unterdurchschnittlich blitzreichen Standorts. Einordnen lassen sich die beiden Spitzenjahre nur teilweise über das bundesweite Geschehen: 2015 war mit 0,89 pro Quadratkilometer auch deutschlandweit das aktivste Jahr der Reihe, Dresden lag aber noch einmal um mehr als das Doppelte darüber; 2016 lag der Bundeswert bei 0,70, also unauffällig. Es handelt sich damit überwiegend um lokale Häufungen. Das Gegenstück liefert 2022 mit nur 0,12 pro Quadratkilometer bei einem bundesweiten Wert von 0,42. Immerhin ist die Datengrundlage hier belastbar: elf lückenlose Jahre, ausgewiesen für das Stadtgebiet und nicht für einen größeren Bezugsraum.



