Gewitterradar Trier
Gewitter, die Trier erreichen, haben meist schon einen Weg über Höhenzüge hinter sich. Die Auslösung passiert über Eifel, Hunsrück oder — bei Anströmung aus Südwesten — über den Ardennen und dem luxemburgischen Gutland; erst danach ziehen die Zellen in die Moseltalweite hinein und verlieren beim Absinken häufig an Kraft. Das Gewitterradar zeigt, welche sich hält und welche zerfällt; das landesweite Gewitterradar macht sichtbar, wie sich solche Linien über ganz Rheinland-Pfalz verlagern.
In Zahlen fällt Trier damit spürbar unter das bundesweite Niveau: Im Mittel werden rund 52 Blitzeinschläge im Jahr registriert, was einer Blitzdichte von 0,42 pro Quadratkilometer entspricht — gegenüber 0,64 pro Quadratkilometer im deutschen Durchschnitt ein Drittel weniger. Für eine Stadt, die weder besonders trocken noch besonders kühl ist, ist das ein bemerkenswert niedriger Wert; er hat vor allem mit der Topografie zu tun, die die Auslösung auf die umliegenden Höhen verlagert. Ein guter Beobachtungspunkt ist der Petrisberg über der Stadt, von dem aus sich das gesamte Moseltal überblicken lässt und heranziehende Fronten früh sichtbar werden. Wie sich die Bewölkung dabei entwickelt, ist die andere Hälfte derselben Beobachtung; moselabwärts liegt Koblenz an der Mündung.
Gewitterradar Trier
Das Gewitterradar zeigt Ihnen aktuelle Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Gewitter wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren.
Schwache Gewitter:
🔵 Blau & 🟢 Grün = schwacher Niederschlag
Mäßige Gewitter:
🟡 Gelb & 🟠 Orange = mäßiger Niederschlag
Starke Gewitter (Unwetterrisiko):
🔴 Rot & 🟣 Violett = sehr starker Niederschlag – Vorsicht ist geboten!
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine ⚡ Blitz-Symbole, die einzelne Blitzeinschläge in Echtzeit anzeigen. Sie erscheinen als kurzes, weißes Aufblitzen.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. So erkennen Sie die Zugrichtung und können abschätzen, wohin das Gewitter weiter zieht.
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Blitzradar Trier
Das Blitzradar zeigt Ihnen die aktuellen Blitzeinschläge auf einer Karte. Die Farben kennzeichnen das Alter der erfassten Blitze.
Aktuelle Blitze:
⚪ = Blitze der letzten 20 Minuten (aktuell)
Ältere Blitze:
🟠 Orange & Rot = Blitze vor 20–80 Minuten
🔴 Dunkelrot = Blitze vor 1–2 Stunden
Reine Blitzaktivität:
Im Gegensatz zum Gewitterradar zeigt das Blitzradar nur die Blitzeinschläge selbst – nicht die Niederschlagsmenge. So sehen Sie exakt, wo die elektrische Aktivität am höchsten ist.
Tipp:
Nutzen Sie Gewitterradar und Blitzradar zusammen – das Gewitterradar zeigt die Niederschläge, das Blitzradar die Blitzaktivität. Beide zusammen geben Ihnen ein optimales Bild der aktuellen Gewittersituation.
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So oft blitzt und donnert es in Trier:
Über die Jahre 2015 bis 2025 kommt Trier auf eine mittlere Blitzdichte von 0,42 Einschlägen pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Mittel — ein Faktor von 0,66. Die Streuung ist erheblich und reicht von nur 13 registrierten Einschlägen im ausgesprochen ruhigen Jahr 2020 (0,11 pro Quadratkilometer) bis zu 106 Einschlägen im aktivsten Jahr 2018 (0,87 pro Quadratkilometer), ein Verhältnis von etwa 1:8. Rechnet man 2018 heraus, sinkt die mittlere Dichte auf 0,38 pro Quadratkilometer und der Faktor auf 0,59 — die Einordnung als unterdurchschnittlich blitzaktiver Standort bleibt also in jedem Fall bestehen und verstärkt sich sogar. Besonders aufschlussreich ist das Jahr 2021: Während Deutschland mit 0,87 pro Quadratkilometer den höchsten Wert der gesamten Reihe erreichte, kam Trier auf lediglich 0,20 — die deutlichste Gegenläufigkeit der Reihe. Umgekehrt lag Trier 2025 mit 0,42 über dem bundesweiten Wert von 0,28. Solche Abweichungen sind typisch für konvektive Ereignisse: Entscheidend ist, ob eine Gewitterlinie das Moseltal trifft oder nördlich beziehungsweise südlich über die Höhen zieht — nicht, wie aktiv der Sommer bundesweit war. Für Beobachter heißt das, dass sich der Blick ins Gewitterradar gerade an schwülen Nachmittagen lohnt, wenn über den Höhen im Westen die ersten Zellen entstehen.



