Gewitterradar Koblenz
Gewitter entstehen im Koblenzer Talkessel selten von selbst. Die auslösende Hebung passiert auf den umgebenden Höhen — über Eifel und Hunsrück im Westen, über Westerwald und Taunus im Osten —, und von dort ziehen die Zellen in die Täler von Rhein und Mosel hinein. Das Gewitterradar zeigt, welche davon sich hält und welche beim Abstieg ins Tal zerfällt; das landesweite Gewitterradar macht sichtbar, wie sich solche Linien über ganz Rheinland-Pfalz verlagern.
Im Mittel werden für Koblenz rund 51 Blitzeinschläge im Jahr registriert, was einer Blitzdichte von 0,46 pro Quadratkilometer entspricht — gegenüber 0,64 pro Quadratkilometer im deutschen Durchschnitt also ein spürbar niedrigerer Wert. Der Talkessel liegt gewissermaßen im Windschatten der eigenen Gewitterküche: Die Zellen bilden sich auf den Höhen, verlieren beim Absinken ins Tal aber häufig an Kraft. Für Beobachter ist das eine günstige Konstellation, weil sich heranziehende Fronten über den offenen Talachsen früh erkennen lassen — besonders gut vom Plateau der Festung Ehrenbreitstein aus, das den Blick über beide Flusstäler zugleich freigibt. Wie sich die Bewölkung dabei entwickelt, ist die andere Hälfte derselben Beobachtung; rheinabwärts liegt Bonn am Übergang zur Kölner Bucht.
Gewitterradar Koblenz
Das Gewitterradar zeigt Ihnen aktuelle Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Gewitter wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren.
Schwache Gewitter:
🔵 Blau & 🟢 Grün = schwacher Niederschlag
Mäßige Gewitter:
🟡 Gelb & 🟠 Orange = mäßiger Niederschlag
Starke Gewitter (Unwetterrisiko):
🔴 Rot & 🟣 Violett = sehr starker Niederschlag – Vorsicht ist geboten!
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine ⚡ Blitz-Symbole, die einzelne Blitzeinschläge in Echtzeit anzeigen. Sie erscheinen als kurzes, weißes Aufblitzen.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. So erkennen Sie die Zugrichtung und können abschätzen, wohin das Gewitter weiter zieht.
powered by windy.com
Blitzradar Koblenz
Das Blitzradar zeigt Ihnen die aktuellen Blitzeinschläge auf einer Karte. Die Farben kennzeichnen das Alter der erfassten Blitze.
Aktuelle Blitze:
⚪ = Blitze der letzten 20 Minuten (aktuell)
Ältere Blitze:
🟠 Orange & Rot = Blitze vor 20–80 Minuten
🔴 Dunkelrot = Blitze vor 1–2 Stunden
Reine Blitzaktivität:
Im Gegensatz zum Gewitterradar zeigt das Blitzradar nur die Blitzeinschläge selbst – nicht die Niederschlagsmenge. So sehen Sie exakt, wo die elektrische Aktivität am höchsten ist.
Tipp:
Nutzen Sie Gewitterradar und Blitzradar zusammen – das Gewitterradar zeigt die Niederschläge, das Blitzradar die Blitzaktivität. Beide zusammen geben Ihnen ein optimales Bild der aktuellen Gewittersituation.
powered by blitzortung.org
So oft blitzt und donnert es in Koblenz:
Über die Jahre 2015 bis 2025 kommt Koblenz auf eine mittlere Blitzdichte von 0,46 Einschlägen pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Mittel — ein Faktor von 0,72. Die Reihe wird allerdings von einem einzelnen Jahr dominiert: 2021 wurden 133 Einschläge und damit 1,20 pro Quadratkilometer registriert, während der Wert in den übrigen Jahren zwischen 0,20 und 0,79 lag. Rechnet man 2021 heraus, sinkt die mittlere Dichte auf 0,39 pro Quadratkilometer und der Faktor auf 0,60 — die Einordnung als unterdurchschnittlich blitzaktiver Standort verstärkt sich also deutlich, wenn man das Ausnahmejahr ausklammert. Dieses Jahr lässt sich einordnen: 2021 war auch bundesweit das aktivste Jahr der gesamten Reihe (0,87 pro Quadratkilometer), und der Sommer brachte über der Region wiederholt schwere konvektive Lagen, darunter das Starkregenereignis Mitte Juli, das im benachbarten Ahrtal zur Flutkatastrophe führte. Koblenz lag 2021 also nicht zufällig über dem Bundeswert, sondern in einer Saison, die die ganze Region betraf. Bemerkenswert ist der Kontrast zu den Randjahren: 2024 und 2025 wurden nur 23 beziehungsweise 22 Einschläge gezählt. Für die Beobachtung heißt das, dass sich der Blick ins Gewitterradar gerade an schwülen Nachmittagen lohnt, wenn über den Höhen im Westen die ersten Zellen aufziehen.



