Wolkenradar Koblenz
Die Sonnenbilanz von Koblenz liegt mit rund 1.681 Stunden im Jahr etwas unter dem deutschen Mittel — ein auf den ersten Blick überraschendes Ergebnis für eine so warme und trockene Stadt. Die Erklärung liegt in der Talform selbst: Das enge, tief eingeschnittene Mittelrheintal, an dessen nördlichem Ende Koblenz liegt und das seit 2002 zum UNESCO-Welterbe zählt, ist zwar windgeschützt, sammelt aber im Herbst und Winter feuchte, kalte Luft am Talboden. Darüber legt sich dann eine Inversion, unter der sich Nebel und Hochnebel tagelang halten können, während die Höhen ringsum in der Sonne liegen. Wie sich solche Wolkenfelder großräumig verteilen, zeigt das Wolkenradar für Rheinland-Pfalz.
Im Sommerhalbjahr kehrt sich das Bild um. Dann sorgt die geschützte Lage für rasche Aufheiterungen, und die Quellbewölkung baut sich vor allem über den umliegenden Höhen auf, nicht über dem Tal. Für die Weinlagen an Mosel und Mittelrhein ist genau diese Verteilung entscheidend: Nicht die Jahressumme zählt, sondern die sonnigen Wochen im Spätsommer und Frühherbst, wenn die Trauben reifen — eine Zeit, in der morgendlicher Talnebel besonders häufig auftritt und sich oft erst zur Mittagszeit auflöst. Wie warm es dabei über der Stadt wird, zeigt das Wetterradar für Koblenz; rheinaufwärts liegt Mainz am südlichen Ende derselben Talstrecke.
aktuelles Wolkenradar Koblenz
Auf unserer Wolkenkarte, die anhand echter Satellitenbilder dargestellt wird, sind die Wolkengebiete durch eine grau-weiße Einfärbung für Sie sichtbar dargestellt. Je „weißer“ und deutlicher die Einfärbung ist, umso dichter ist hier die Bewölkung. Ebenfalls werden Gewitter als weiß-violette Blitzsymbole angezeigt.
Eine grau eingefärbte Fläche deutet im Umkehrschluss auf eine relativ schwache Bewölkung mit gelegentlichem Sonnenschein hin.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf der Wolkenkarte können Sie den bisherigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. Wenn Sie eine Prognose für die Zukunft sehen möchten, dann sollten Sie einen Blick in die Wolkenvorhersage (rechts oder bei Nutzung eines Smartphones nun folgend) werden.
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Wolken-Vorhersage Für Koblenz
Wenn Sie die Sonne sehen möchten, dann sollten Sie sich am besten an einem Ort befinden, der auf unserer Wolkenvorhersage gelb markiert ist – denn dort können Sie mit wolkenlosem Himmel rechnen.
Eine graue Färbung hingegen bedeutet eine leichte Bewölkung, eine weiße Färbung starke Bewölkung. Niederschläge werden ebenfalls für die nächsten Stunden prognostiziert: Wenn sie eine blaue (geringer Niederschlag) bis grün-gelbliche Färbung (hohe Niederschlagsmenge) auf der Karte feststellen, wissen Sie, dass es in diesem Gebiet Regen geben wird.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf dem Wolkenradar können Sie den zukünftigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. So erfahren Sie, wie sich die Bewölkung in den nächsten 36 Stunden verändert.
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So oft scheint in Koblenz die Sonne:
Aus 11 ausgewerteten Jahren ergibt sich eine mittlere Sonnenscheindauer von 1.680,94 Stunden pro Jahr gegenüber 1.740,82 Stunden im deutschen Durchschnitt derselben Jahre — ein Rückstand von 59,88 Stunden oder 3,4 Prozent. Die Spannweite ist groß und reicht von 1.420,1 Stunden im trüben Jahr 2016 bis zu 2.089,5 Stunden im außergewöhnlich sonnigen Jahr 2022. Zur Einordnung der Datengrundlage ist Transparenz nötig: Die Sonnenscheinreihe für Koblenz ist die kürzeste der vier hier ausgewerteten Kategorien. Sie beginnt trotz der Chart-Beschriftung erst 2012 und endet bereits 2022 — für die drei jüngsten Jahre liegt kein Messwert vor. Der Mittelwert beschreibt also ein Jahrzehnt und nicht die Gegenwart, und der Vergleich zum Bundesmittel ist bewusst auf genau diese elf Jahre bezogen. Innerhalb dieser Grenzen ist die Aussage aber stimmig und passt zur Topografie: Ein tief eingeschnittenes Flusstal mit ausgeprägter Nebelneigung im Winterhalbjahr kommt trotz milder Temperaturen nicht über den bundesweiten Sonnenschnitt hinaus. Das Wolkenradar ist deshalb gerade hier aufschlussreich — es zeigt, ob die Nebeldecke über dem Tal noch liegt oder schon aufgerissen ist, was eine Jahressumme naturgemäß nicht leisten kann.




