Wolkenradar Stendal
Über der Altmark ist die Bewölkung selten lange dieselbe. Ein Wolkenfeld wandert in der Geschwindigkeit weiter, in der es hereinkam, weil es nichts gibt, was es örtlich festhalten würde. Aufklarungen setzen sich entsprechend rasch durch. Nur über den Niederungen der Uchte und im Elbtal östlich der Stadt steht nach klaren Herbstnächten am Morgen häufig Bodennebel, den die Sonne bis zum Mittag wegräumt. Weil das Land nach Norden hin immer flacher wird, verlaufen die Wolkenfelder im Wolkenradar für Sachsen-Anhalt über der Altmark meist geradliniger als über dem bergigen Süden.
In einer Landschaft ohne Höhenzüge ist der Himmel der größere Teil des Bildes. Wer über die Felder der Altmark schaut, sieht mehr Wolke als Land, und ob ein Tag hell oder stumpf wirkt, entscheidet sich fast allein über der Linie dazwischen. Für die Landwirtschaft, die die Region prägt, ist die Sonnenscheindauer eine Rechengröße wie der Niederschlag: Sie bestimmt mit, wie schnell die Böden nach dem Winter abtrocknen und wie lang die Reifezeit ausfällt. Nachts wirkt dieselbe Decke umgekehrt und hält die Wärme über dem Boden fest, statt sie entweichen zu lassen — was das über ein ganzes Jahr ausmacht, steht im Wetterradar für Stendal. Nach Ostsüdosten hin lösen Seen und Havelarme die Ackerflächen ab; nach gut 50 Kilometern folgt dort Brandenburg an der Havel.
aktuelles Wolkenradar Stendal
Auf unserer Wolkenkarte, die anhand echter Satellitenbilder dargestellt wird, sind die Wolkengebiete durch eine grau-weiße Einfärbung für Sie sichtbar dargestellt. Je „weißer“ und deutlicher die Einfärbung ist, umso dichter ist hier die Bewölkung. Ebenfalls werden Gewitter als weiß-violette Blitzsymbole angezeigt.
Eine grau eingefärbte Fläche deutet im Umkehrschluss auf eine relativ schwache Bewölkung mit gelegentlichem Sonnenschein hin.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf der Wolkenkarte können Sie den bisherigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. Wenn Sie eine Prognose für die Zukunft sehen möchten, dann sollten Sie einen Blick in die Wolkenvorhersage (rechts oder bei Nutzung eines Smartphones nun folgend) werden.
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Wolken-Vorhersage Für Stendal
Wenn Sie die Sonne sehen möchten, dann sollten Sie sich am besten an einem Ort befinden, der auf unserer Wolkenvorhersage gelb markiert ist – denn dort können Sie mit wolkenlosem Himmel rechnen.
Eine graue Färbung hingegen bedeutet eine leichte Bewölkung, eine weiße Färbung starke Bewölkung. Niederschläge werden ebenfalls für die nächsten Stunden prognostiziert: Wenn sie eine blaue (geringer Niederschlag) bis grün-gelbliche Färbung (hohe Niederschlagsmenge) auf der Karte feststellen, wissen Sie, dass es in diesem Gebiet Regen geben wird.
Mit dem Cursor (rotes Dreieck) unten links auf dem Wolkenradar können Sie den zukünftigen Verlauf der Bewölkung auf der Karte sichtbar darstellen. So erfahren Sie, wie sich die Bewölkung in den nächsten 36 Stunden verändert.
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So oft scheint in Stendal die Sonne:
Für Stendal selbst enthält die Sonnenscheinreihe keinen einzigen Messwert; die Jahresspalten von 2005 an bis 2025 sind sämtlich unbesetzt. Was hier steht, ist deshalb der Landeswert für Sachsen-Anhalt — eine Zahl über gut 20.000 Quadratkilometer, nicht über ein Stadtgebiet. Sachsen-Anhalt kommt zwischen 1975 und 2025 auf 1.646,61 Sonnenstunden im Jahr; deutschlandweit sind es über dieselbe Spanne 1.635,38. Dazwischen liegen 11,23 Stunden, also 0,7 Prozent — praktisch Bundesniveau, und entsprechend knapp fällt auch die Bilanz der Einzeljahre aus: In 28 der 51 Jahre lag das Land vorn, in 23 dahinter. Aufschlussreicher als der Mittelwert ist die Bewegung darin. Bis 1989 blieb Sachsen-Anhalt noch 0,5 Prozent hinter Deutschland zurück, danach lag es durchgehend vorn — erst 1,1, dann 1,4, zuletzt 1,0 Prozent. Beschränkt auf die 21 Jahre, die dieses Chart abdeckt, stehen 1.753,42 Landesstunden gegen 1.733,45 bundesweite — ein Abstand von 1,2 Prozent. Die Einzeljahre des Landes streuen dabei erheblich: 1.314,1 Stunden im trübsten Jahr 1977, 2.085,5 im hellsten 2018, mehr als 770 Stunden Unterschied. Zwei Dinge schränken die Übertragbarkeit ein. Das Land reicht vom Brocken bis in die Altmark und mittelt damit sehr unterschiedliche Lagen zu einer einzigen Zahl. Und die Vermutung, dass ein flacher Standort ohne Staulagen eher am oberen Ende dieser Spanne liegt, bleibt eine Vermutung — aus dieser Reihe folgt sie nicht.




