Wetterradar Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein liegt im äußersten Norden Deutschlands und ist mit knapp 15.700 km² das kleinste Flächenbundesland Deutschlands (ohne Stadtstaaten). Die Region wird geprägt durch zwei Meere: Die Nordsee im Westen und die Ostsee im Osten geben der Landschaft ihr maritimes Gesicht. Das Gelände ist extrem flach — es gibt keine nennenswerten Höhenunterschiede. Die Landeshauptstadt Kiel an der Kieler Förde ist berühmt für ihre Segelwettbewerbe. Weitere wichtige Städte sind Lübeck, Flensburg und Neumünster. Das Land ist stark maritime geprägt.
Das Klima in Schleswig-Holstein ist maritim-ozeanisch: Die Nähe zu den Meeren führt zu stabilen Temperaturen und häufigen Niederschlägen — Schleswig-Holstein liegt deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Die Sonnenscheindauer ist moderat, begrenzt durch die häufige Bewölkung. Der Wind ist ein konstanter Begleiter — die Küstenlage führt zu regelmäßigen Starkwinden. Mit dem Wetterradar können Sie die aktuellen Wettermuster in Echtzeit verfolgen. Nutzen Sie zusätzlich das Regenradar und Gewitterradar für detaillierte Vorhersagen.
aktuelles Wetterradar
Schleswig-Holstein
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
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Wie ist das Wetter in Schleswig-Holstein?
So oft scheint in Schleswig-Holstein die Sonne:
Die 51-jährige Zeitreihe zeigt ein stabiles maritimes Muster: Schleswig-Holstein erhält durchschnittlich 1.627 Sonnenstunden pro Jahr — deutlich weniger als die kontinentalen Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt, aber ähnlich wie die westlichen. Die Spitzenjahre waren 2003 mit 1.948 Stunden, 2018 mit 1.948 Stunden und 2022 mit 1.934 Stunden. Im Gegensatz dazu waren 1987 (1.329h), 1998 (1.379h) und 1985 (1.382h) besonders sonnenarmer. Die letzten 10 Jahre zeigen einen kräftigen Aufwärtstrend mit durchschnittlich 1.728 Stunden.
2025 offenbart ein maritimes Sommermuster mit hoher Bewölkungsvarianz: Juni dominiert mit 272 Stunden, gefolgt von August (265h) und Mai (241h). Der Frühling 2025 war moderat sonnig: März mit 172 Stunden und April mit 227 Stunden. Juli mit nur 188 Stunden fällt ab — typisch für maritime Regionen, wo Hochsommer-Tiefdrucksysteme Bewölkung bringen. Ab Oktober sinkt die Sonnenscheindauer rapide — Oktober 79 Stunden, November 76 Stunden, Dezember 62 Stunden. Januar mit nur 49 Stunden zeigt die typische Dunkelheit und Bewölkung maritimer Regionen.
So Viel niederschlag gibt es in Schleswig-Holstein:
Schleswig-Holstein gehört zu den feuchteren Bundesländern: Mit durchschnittlich 812 Millimetern Niederschlag pro Jahr liegt das Land deutlich über dem deutschen Durchschnitt von etwa 765 Millimetern — eine Folge der maritimen Lage. Die niederschlagreichsten Jahre waren 1998 (1.041 mm), 2023 (1.028 mm) und 2002 (1.027 mm) — Jahre mit intensiven atlantischen Sturmfluten und Tiefdrucksystemen. Besonders trocken waren 1976 (542 mm), 1996 (554 mm) und 2018 (578 mm) — Jahre mit blockierter Zirkulation. In den letzten 10 Jahren zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend (817 mm gegen Langzeitmittel 812 mm).
2025 präsentiert ein typisch atlantisches Muster mit hoher Niederschlagsvarianz: Januar mit 77 mm war feuchter, Februar nur 23 mm, März mit 41 mm wieder feuchter. Der Juli mit 140 Millimetern ist deutlich über dem langjährigen Schnitt — ein Hinweis auf intensive atlantische Tiefdrucksysteme im Hochsommer. Oktober (92 mm) und November (96 mm) bleiben erhöht, was für die maritime Herbstlage typisch ist. Mit einem Monatsmittel von 61 mm liegt 2025 deutlich über dem Langzeitmittel — ein feuchtes Jahr.
Gewitter und Blitze in Schleswig-Holstein:
Schleswig-Holstein zeigt die niedrigste Blitzdichte unter allen beobachteten Bundesländern: Durchschnittlich nur 0,4 pro Quadratkilometer über diese 20 Jahre — halb so hoch wie Brandenburg oder Sachsen-Anhalt. Die Spitzenjahre waren 2021 (1,1/km²), 2020 (0,6/km²) und 2013 (0,5/km²). In den letzten 10 Jahren zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend (0,5/km² gegen Langzeitschnitt 0,4/km²), aber 2025 (0,1/km²), 2023 (0,2/km²) und 2011 (0,3/km²) liegen deutlich unter dem Durchschnitt — maritime Gewitter sind weniger gewalttätig.
Über diesen 11-Jahres-Zeitraum registrierte ALDIS durchschnittlich 7.194 Blitzeinschläge pro Jahr in Schleswig-Holstein — deutlich weniger als die südlicheren Bundesländer. Der Höchstwert lag 2015 bei 16.872 Einschlägen — ein außergewöhnliches Jahr. Die folgenden Jahre waren deutlich ruhiger: 2017 mit 8.661 und 2019 mit 7.632 Einschlägen. 2025 mit nur 1.824 Einschlägen (Jahresanfang) liegt weit unter dem Schnitt. Im Vergleich zu Deutschland mit durchschnittlich 227.123 Einschlägen macht Schleswig-Holstein nur etwa 3,2 Prozent aus — eine Folge des maritimen Klimas mit weniger instabilen Luftmassen.
Temperaturen in Schleswig-Holstein:
Schleswig-Holstein zeigt langfristig einen stabilen Temperaturtrend mit durchschnittlich 9,1°C pro Jahr — wie Hessen, aber moderater als Süddeutschland. Die wärmsten Jahre waren 2024 (10,8°C), 2014 (10,5°C) und 2020 (10,5°C). Die kältesten Jahre waren 1979 und 1996 mit jeweils 7,2°C und 1987 (7,3°C). Ein klarer Aufwärtstrend ist sichtbar: Die letzten 10 Jahre zeigen durchschnittlich 10,1°C gegen 9,1°C im Langzeitmittel — eine Erwärmung von etwa 1,0°C, konsistent mit der globalen Klimaentwicklung.
2025 zeigt ein maritimes Jahresverlaufsmuster mit moderaten Extremen: Die Wintermonate Januar (2°C) und Februar (3,2°C) sind milder als im Binnenland, die Sommermonate Juni–August liegen bei 16–18,3°C — ebenfalls moderater. Der Frühling bringt graduellen Temperaturanstieg: April (8,4°C), Mai (13,6°C). Der Herbst zeigt moderaten Temperaturabfall von Oktober (9,8°C) auf Dezember (2,5°C). Das Jahresmittel von 10,1°C liegt leicht über dem 50-Jahres-Durchschnitt von 9,1°C — typisch für die aktuelle wärmere Periode im maritimen Norden.




