Wetterradar Neunkirchen
Neunkirchen liegt im Bliestal, rund zwanzig Kilometer nordöstlich von Saarbrücken, in einer Tallage zwischen bewaldeten Höhen. Das Jahresmittel erreicht 9,9 °C und damit gut vier Fünftel Grad mehr als der deutsche Durchschnitt — eine Wärmegunst, die sich aus der geschützten Talsohle und der insgesamt milden, atlantisch geprägten Lage des östlichen Saarlands speist. Wie sich das Wetter über der Stadt gerade entwickelt, zeigt das Wetterradar; die überregionale Einordnung liefert das Wetterradar für das Saarland.
Über Jahrhunderte kam zu dieser natürlichen Wärme eine künstliche hinzu. 1593 entstand im Bliestal das Neunkircher Eisenwerk, das die Gebrüder Stumm 1806 übernahmen und zu einem der großen Industriebetriebe der Region ausbauten; erst 1982 wurde es geschlossen. Wer heute über das Alte Hüttenareal geht, steht zwischen Anlagen, die anderthalb Jahrhunderte lang Tag und Nacht Hitze abgaben — ein Wärmeeintrag, den es in dieser Form nicht mehr gibt und der im Temperaturverlauf der Stadt seine Spuren hinterlassen haben dürfte. Östlich, am Rand der Pfälzerwald-Ausläufer, liegt Homburg. Wie viel Regen das Bliestal bekommt, gehört zum selben Bild.
aktuelles Wetterradar Neunkirchen
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
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Wie ist das Wetter in Neunkirchen?
Sonnenschein in Neunkirchen
So oft scheint in Neunkirchen die Sonne:
1.653,89 Sonnenstunden weist der Deutsche Wetterdienst für das Saarland im langjährigen Mittel aus — und dieser Landeswert muss hier den Stadtwert ersetzen, denn für Neunkirchen selbst enthält die Messreihe keinen einzigen Jahreswert. Immerhin ist der Landeswert ungewöhnlich gut belegt: Er umfasst lückenlos die Jahre 1975 bis 2025 und liegt damit 18,51 Stunden oder 1,1 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt desselben Zeitraums von 1.635,38 Stunden. Das Saarland bewegt sich also praktisch auf deutschem Niveau. Die Einzeljahre schwanken erheblich, von 1.345,1 Stunden im trüben Jahr 1980 bis zu 2.138,0 Stunden im außergewöhnlich sonnigen Jahr 2022. Weil es sich ausdrücklich um einen Landes- und nicht um einen Stadtwert handelt, ist er als Größenordnung zu lesen: Er mittelt die offenen Lagen des Saartals mit den bewaldeten Höhen zusammen, und ob das Bliestal darüber oder darunter liegt, lässt sich aus dieser Zahl nicht ableiten. Eine Tallage mit ausgeprägter Nebelneigung im Winterhalbjahr dürfte eher am unteren Rand liegen — belegen lässt sich das mit den vorhandenen Daten aber nicht. Genau deshalb bleibt das Wolkenradar hier das aussagekräftigere Instrument: Es zeigt die tatsächliche Bewölkung über der Stadt, statt sie aus einem Flächenmittel abzuleiten.
Regen in Neunkirchen
So oft und so viel regnet es in Neunkirchen:
Das trockenste und das nasseste Jahr der Reihe trennen fast fünf Jahrzehnte und rund 696 Millimeter: 532,2 Millimeter fielen 1976, dagegen 1.228,4 Millimeter im Rekordjahr 2024. Im Mittel über alle 44 ausgewerteten Jahre kommt Neunkirchen auf 874,19 Millimeter gegenüber 784,09 Millimetern im deutschen Durchschnitt derselben Jahre — ein Überschuss von 90,10 Millimetern oder 11,5 Prozent. Dahinter steckt eine deutliche Verschiebung: Zwischen 1975 und 1989 lag die Stadt bei durchschnittlich 841,0 Millimetern gegenüber 793,5 im Bundesmittel und damit nur rund 6 Prozent darüber; seit 2015 sind es 917,4 gegenüber 753,7 Millimetern, also knapp 22 Prozent. Der Abstand hat sich mehr als verdreifacht, und zwar von beiden Seiten — Neunkirchen bekam mehr Regen, Deutschland insgesamt deutlich weniger. Dass der nasseste Wert der ganzen Reihe im jüngsten Jahrzehnt liegt, fügt sich in dieses Bild. Zur Datengrundlage: In den Achsenbeschriftungen fehlen 1998, 1999 und 2001 bis 2005 vollständig, und die zugrunde liegende DWD-Reihe wird als gemeinsame Referenz für das östliche Saarland geführt. Für die Beobachtung im Regenradar heißt das: Hier lohnt der Blick auf großflächige Frontensysteme mindestens so sehr wie auf einzelne Zellen.
Gewitter und Blitze in Neunkirchen
So oft blitzt und donnert es in Neunkirchen:
Die Blitzdaten für Neunkirchen beziehen sich auf den Landkreis und nicht auf das Stadtgebiet — eine feinere Auflösung liegt nicht vor, der Bezugsraum bleibt mit rund 250 Quadratkilometern aber eng genug, um aussagekräftig zu sein. Über die Jahre 2015 bis 2025 ergibt sich eine mittlere Dichte von 0,59 Einschlägen pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Mittel, was einem Faktor von 0,92 entspricht; in absoluten Zahlen sind das rund 147 registrierte Einschläge pro Jahr. Rechnet man das Spitzenjahr 2018 heraus, in dem 339 Einschläge und damit 1,37 pro Quadratkilometer gezählt wurden, sinkt der Mittelwert auf 0,51 und der Faktor auf 0,80 — die Einordnung als leicht unterdurchschnittlich blitzaktiver Raum bleibt bestehen, verschiebt sich aber spürbar. Aufschlussreich sind die Einzeljahre: In fünf der elf Jahre lag der Kreis über dem Bundeswert, 2022 etwa mit 0,70 gegenüber 0,42. Im bundesweit aktivsten Jahr 2021 blieb er dagegen mit 0,31 weit unter dem Wert von 0,87, und 2019 trafen sich beide bei exakt 0,58. Solche Gegenläufigkeiten sind typisch für konvektive Ereignisse: Entscheidend ist die Zugbahn einzelner Gewitterlinien, nicht der bundesweite Sommerverlauf. Für die konkrete Zelle über dem Bliestal bleibt das Gewitterradar das einzige Instrument, das in Echtzeit antwortet.
Temperaturen in Neunkirchen
So warm und kalt ist es in Neunkirchen:
Der Wärmeüberschuss Neunkirchens ist nicht neu — er war schon in den 1970er-Jahren da. Im Mittel der Jahre 1975 bis 1989 lag die Stadt bei 9,23 °C gegenüber 8,31 °C im Bundesmittel, also 0,92 Grad darüber. Seit 2015 sind es 10,71 gegenüber 10,14 °C, der Vorsprung ist damit auf 0,57 Grad geschrumpft: Neunkirchen hat sich erwärmt, der deutsche Durchschnitt aber etwas schneller. Über alle 44 ausgewerteten Jahre ergibt sich ein Mittel von 9,91 °C gegenüber 9,10 °C, ein Überschuss von 0,81 Grad. Die Einzeljahre reichen von 8,1 °C im Jahr 1978 bis zu 11,4 °C im Jahr 2023. Dass der relative Abstand kleiner geworden ist, spricht gegen einen wachsenden städtischen Wärmeeffekt — passend zu einer Stadt, deren größter industrieller Wärmeerzeuger seit über vier Jahrzehnten stillsteht. Zur Datengrundlage: In den Achsenbeschriftungen fehlen die Jahre 1998 und 1999 sowie 2001 bis 2005 vollständig; der Bundesvergleich ist deshalb ausschließlich gegen exakt dieselben Jahre gerechnet. Außerdem führt der Deutsche Wetterdienst für das östliche Saarland eine gemeinsame Referenzreihe — die Werte beschreiben den Raum und nicht ausschließlich das Neunkircher Stadtgebiet. Im Wetterradar lässt sich verfolgen, wie sich dieses Talklima von Tag zu Tag ausprägt.




