Wetterradar Ulm
Ulm liegt dort, wo die Donau die Schwäbische Alb verlässt und sich das Alpenvorland öffnet — eine Lage, die das Wetter der Münsterstadt spürbar prägt. Im langjährigen Mittel (Reihe ab 2005) erreicht die Jahresdurchschnittstemperatur rund 11,0 °C und liegt damit etwa 1,3 Grad über dem bundesweiten Schnitt des gleichen Zeitraums von etwa 9,7 °C. Zugleich ist das Donautal für seine klaren, kühlen Nächte bekannt, in denen sich in der Talsohle Kaltluft sammelt. Das aktuelle Wettergeschehen zeigt das Wetterradar in Echtzeit; die überregionale Lage bündelt das Wetterradar für Baden-Württemberg.
Das eigentliche Markenzeichen des Ulmer Wetters liegt aber in der Höhe: Die Region gehört zu den gewitterreichsten Ecken Deutschlands. Feuchtwarme Luft, die aus Südwesten gegen die Schwäbische Alb und das Alpenvorland strömt, wird zum Aufsteigen gezwungen und entlädt sich in kräftigen Sommergewittern. Der Niederschlag bewegt sich mit rund 785 Millimetern im Jahr etwa im Bundesschnitt. Warm, gewitterträchtig und mit ausgeprägtem Tag-Nacht-Kontrast — ein Wetterprofil, das die Beobachtung über das Wetterradar besonders spannend macht.
aktuelles Wetterradar ULM
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol unten rechts in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. Unten links können Sie das Wetterradar außerdem für heute, morgen oder die nächsten Tage einstellen.
powered by wetteronline.de
Wie ist das Wetter in ULM?
Sonnenschein in ULM
So oft scheint in ULM die Sonne:
Hinweis: Für Ulm liegt keine durchgehende Sonnenscheinreihe des DWD vor, daher lässt sich hier kein Jahresmittel der Sonnenstunden angeben. Qualitativ ist Ulms Bewölkung stark von der Lage im Donautal und am Rand der Schwäbischen Alb geprägt. Zwei Muster dominieren: Im Winterhalbjahr staut sich in der Talsohle bei windschwachen Hochdrucklagen häufig zäher Nebel oder Hochnebel, der die Sonne über Stunden oder Tage verdecken kann, während die höher gelegenen Albflächen mitunter darüber im Klaren liegen. Im Sommerhalbjahr dagegen bestimmen konvektive Wolken das Bild — über der aufgeheizten Landschaft bilden sich nachmittags rasch Quellwolken, die zu den überdurchschnittlich häufigen Gewittern der Region führen. Das Wolkenradar ist deshalb gerade in Ulm aufschlussreich: Es zeigt sowohl die winterlichen Nebellagen als auch das sommerliche Aufquellen der Wolken, das sich oft innerhalb weniger Stunden zu kräftigen Gewitterzellen auswächst.
Regen in ULM
So oft und so viel regnet es in ULM:
Mit rund 785 Millimetern im Mittel der Jahre ab 2005 liegt Ulm nahezu exakt im deutschen Durchschnitt (etwa 774 mm desselben Zeitraums) — die Stadt ist damit weder ausgesprochen trocken noch besonders nass. Die Spannweite der Jahreswerte ist jedoch beträchtlich und reicht von etwa 530 mm in einem sehr trockenen bis über 920 mm in einem feuchten Jahr, was die starke Abhängigkeit von der jeweiligen Großwetterlage unterstreicht. Charakteristisch für die Region ist der hohe Anteil konvektiver Niederschläge: Weil Ulm am Rand des Alpenvorlands liegt, entladen sich hier im Sommer überdurchschnittlich viele Gewitter, die lokal große Regenmengen in kurzer Zeit bringen. Solche kurzlebigen, intensiven Schauer lassen sich mit dem Regenradar deutlich besser erfassen als mit einer reinen Vorhersage — es zeigt Aufbau, Zugbahn und Intensität der Zellen in Echtzeit.
Gewitter und Blitze in ULM
So oft blitzt und donnert es in ULM:
Die Blitzstatistik macht Ulms Sonderrolle unübersehbar: Mit 124 Einschlägen pro Jahr und einer Dichte von 1,06 pro Quadratkilometer liegt die Stadt weit über dem Bundesschnitt (0,64/km²) — ein Faktor von rund 1,7, der Ulm zu einer der ausgeprägtesten Gewitterzonen Deutschlands macht. Zugleich ist die Streuung enorm: Die Jahreswerte reichen von nur 28 Einschlägen in einem ruhigen bis zu 264 im aktivsten Jahr, das mit einer Dichte von 2,24 pro Quadratkilometer alles andere überragt. Diese starke Variabilität ist typisch für konvektionsgetriebene Regionen — ob ein Sommer gewittrig oder ruhig verläuft, hängt stark von den großräumigen Wetterlagen ab. Verantwortlich für das insgesamt hohe Niveau ist die Nähe zum Alpenvorland, wo feuchtwarme Luft an der Schwäbischen Alb zum Aufsteigen gezwungen wird. Für Ulm und Neu-Ulm ist das Gewitterradar damit ein besonders wertvolles Instrument, um die häufigen und mitunter heftigen Gewitterlagen rechtzeitig zu erkennen.
Temperaturen in ULM
So warm und kalt ist es in ULM:
Die Temperaturreihe ab 2005 zeigt für Ulm ein Jahresmittel von rund 11,0 °C — etwa 1,3 Grad über dem deutschen Durchschnitt desselben Zeitraums (rund 9,7 °C). Die einzelnen Jahre reichen von kühlen 9,3 °C bis zu warmen 12,3 °C, mit einem klar steigenden Trend: Die wärmsten Jahre der Reihe liegen sämtlich im letzten Jahrzehnt. Bemerkenswert ist der Kontrast, den die Lage im Donautal mit sich bringt — während die Sommer warm und schwül werden können, sammelt sich in klaren Nächten Kaltluft in der Talsohle, was zu spürbarer nächtlicher Abkühlung und im Winter zu Frost führt. Da die verfügbare Messreihe erst 2005 beginnt, bildet sie vor allem die jüngere, bereits deutlich erwärmte Klimaphase ab — der langfristige Anstieg dürfte damit sogar noch unterzeichnet sein. Im Wetterradar lässt sich dieses Zusammenspiel aus Wärme, Feuchte und Höhenlage Tag für Tag verfolgen.




