Regenradar Mainz
Wer wissen will, warum in Rheinhessen Wein wächst und nicht Wald, findet die Antwort im Regenradar. Mit rund 593 Millimetern im Jahr bekommt Mainz etwa ein Viertel weniger Niederschlag ab als Deutschland im Mittel. Verantwortlich dafür ist eine Kette von Mittelgebirgen: Feuchte Luft vom Atlantik muss erst über Eifel, Hunsrück und das Nordpfälzer Bergland, regnet sich dort ab und erreicht das Mainzer Becken als abgetrocknete Leeluft. Wie sich dieses Muster über das ganze Land verteilt, zeigt das Regenradar für Rheinland-Pfalz.
Wie weit die Trockenheit hier reicht, lässt sich an einer Besonderheit im Stadtgebiet ablesen: Der Mainzer Sand im Nordwesten der Stadt trägt auf eiszeitlichen Kalkflugsanddünen eine Steppenvegetation, wie sie sonst eher aus Osteuropa bekannt ist — Federgräser und Sand-Lotwurz wachsen dort, weil Boden und Klima zusammen für Verhältnisse sorgen, die dem Wald keine Chance lassen. Ähnlich trocken liegt das nahe Frankfurt am Main im Regenschatten des Taunus. Ein erheblicher Teil dessen, was in Mainz überhaupt fällt, kommt konzentriert im Sommerhalbjahr aus Gewitterzellen herunter — und genau dann entscheidet sich am Regenradar, ob eine Zelle das Stadtgebiet trifft oder rheinaufwärts vorbeizieht.
Regenradar Mainz
Das Niederschlagsradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge sowie Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
PLUS: Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol unten rechts in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. Unten links können Sie das Wetterradar außerdem für heute, morgen oder die nächsten Tage einstellen.
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Regenprognose Mainz
Die Niederschlagsprognose zeigt Ihnen an, mit welcher Niederschlagsmenge Sie im ausgewählten Gebiet zu rechnen haben. Dabei können Sie einen Zeitraum festlegen, der von den nächsten 12 Stunden bis hin zu den nächsten 5 Tagen reicht.
Mithilfe des Markers können Sie die Niederschlagsmenge ablesen. Der Marker lässt sich auch in das Gebiet Ihrer Wahl verschieben.
Die Menge der Niederschläge in Millimeter wird Ihnen farblich angezeigt:
Schwache Niederschläge:
bis 3mm
Moderate Niederschläge:
bis 10mm
Mäßige Niederschläge
bis 25mm
Starke Niederschläge: bis 100mm
Sehr starke Niederschläge: bis zu 300mm
Unten können Sie noch auswählen, auf welchen Zeitraum sich die Regenprognose beziehen soll.
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So oft und so viel regnet es in Mainz:
Aus 48 ausgewerteten Jahren ergibt sich für Mainz ein Jahresmittel von 593,06 Millimetern gegenüber 787,50 Millimetern im deutschen Durchschnitt derselben Jahre — ein Defizit von 194,44 Millimetern oder 24,7 Prozent. Die Spannweite ist beträchtlich: von 368,2 Millimetern im extrem trockenen Jahr 1976 bis zu 958,3 Millimetern im nassen Jahr 1981, also mehr als das Zweieinhalbfache. Auffällig ist die Entwicklung über die Zeit. In den Jahren 1975 bis 1989 lag Mainz bei durchschnittlich 627,3 Millimetern, seit 2015 nur noch bei 520,3. Ein Teil davon ist ein bundesweites Signal — auch der deutsche Mittelwert fiel im selben Vergleich von 793,5 auf 714,6 Millimeter. Der Mainzer Rückstand hat sich dabei aber vergrößert, von rund 21 auf rund 27 Prozent. Zur Einordnung der Reihe: Für 2006 liegt kein Messwert vor, und in den Achsenbeschriftungen der DWD-Charts fehlen die Jahre 2023 und 2024 vollständig. Für die Beobachtung im Regenradar bedeutet das trockene Grundniveau vor allem eines: Einzelne kräftige Zellen fallen im Jahresverlauf stärker ins Gewicht als in niederschlagsreicheren Regionen.




