Gewitterradar Halle (Saale)
Gewitter brauchen einen Anstoß, und in dieser Landschaft liefert ihn nicht das Gelände, sondern die Sonne. Über der offenen, im Sommer stark aufgeheizten Ebene zwischen Saale und Weißer Elster steigt die Luft aus eigener Kraft auf, wenn genug Feuchte vorhanden ist — was hier oft die eigentliche Bedingung ist. Die zweite Variante sind organisierte Linien, die von Südwesten heranziehen und den Harz nördlich umgehen. Welche der beiden Formen gerade unterwegs ist, lässt sich im Gewitterradar für Sachsen-Anhalt an der Struktur der Echos unterscheiden: einzelne Zellen hier, durchgehende Bänder dort.
Früh erkennbar wird das, weil nichts die Sicht über die Ebene begrenzt. Von den Porphyrfelsen bei der Burg Giebichenstein oder von den Hängen über der Saale zeichnet sich eine heranziehende Front schon ab, lange bevor sie die Stadt erreicht. Noch vor der Front selbst steht die Antwort am Himmel: Die Bewölkung verrät an einem schwülen Nachmittag oft schon, ob die Quellwolken über der Ebene die nötige Höhe erreichen. Nach Südosten setzt sich dieselbe offene Ebene fort, bis nach gut 30 Kilometern Leipzig beginnt.
Gewitterradar Halle (Saale)
Das Gewitterradar zeigt Ihnen aktuelle Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Gewitter wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren.
Schwache Gewitter:
🔵 Blau & 🟢 Grün = schwacher Niederschlag
Mäßige Gewitter:
🟡 Gelb & 🟠 Orange = mäßiger Niederschlag
Starke Gewitter (Unwetterrisiko):
🔴 Rot & 🟣 Violett = sehr starker Niederschlag – Vorsicht ist geboten!
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine ⚡ Blitz-Symbole, die einzelne Blitzeinschläge in Echtzeit anzeigen. Sie erscheinen als kurzes, weißes Aufblitzen.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. So erkennen Sie die Zugrichtung und können abschätzen, wohin das Gewitter weiter zieht.
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Blitzradar Halle (Saale)
Das Blitzradar zeigt Ihnen die aktuellen Blitzeinschläge auf einer Karte. Die Farben kennzeichnen das Alter der erfassten Blitze.
Aktuelle Blitze:
⚪ = Blitze der letzten 20 Minuten (aktuell)
Ältere Blitze:
🟠 Orange & Rot = Blitze vor 20–80 Minuten
🔴 Dunkelrot = Blitze vor 1–2 Stunden
Reine Blitzaktivität:
Im Gegensatz zum Gewitterradar zeigt das Blitzradar nur die Blitzeinschläge selbst – nicht die Niederschlagsmenge. So sehen Sie exakt, wo die elektrische Aktivität am höchsten ist.
Tipp:
Nutzen Sie Gewitterradar und Blitzradar zusammen – das Gewitterradar zeigt die Niederschläge, das Blitzradar die Blitzaktivität. Beide zusammen geben Ihnen ein optimales Bild der aktuellen Gewittersituation.
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So oft blitzt und donnert es in Halle:
Rund 67 Blitzeinschläge registriert ALDIS in einem durchschnittlichen Jahr über dem Stadtgebiet — verteilt auf gut 140 Quadratkilometer ist das wenig. In Dichte umgerechnet ergeben sich 0,47 Einschläge pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Mittel, ein Faktor von 0,74. Nur zwei der elf ausgewerteten Jahre lagen überhaupt über dem deutschen Wert, 2015 und 2023. Das erste davon dominiert den Mittelwert deutlich: 196 Einschläge und damit 1,39 pro Quadratkilometer, während der bundesweite Wert bei 0,89 lag. 2015 war allerdings auch deutschlandweit das aktivste Jahr der Reihe, die Spitze ist also zumindest teilweise überregional erklärbar. Rechnet man sie heraus, sinkt der Mittelwert auf 0,38 und der Faktor auf 0,59 — die zehn übrigen Jahre zeichnen damit das Bild eines ausgesprochen blitzarmen Standorts. Am ruhigsten blieb es 2020 mit 17 registrierten Einschlägen oder 0,12 pro Quadratkilometer. Für die Belastbarkeit spricht die Datenlage: elf lückenlose Jahre, ausgewiesen für das Stadtgebiet selbst und nicht für einen größeren Bezugsraum.



