Gewitterradar Thüringen
Sind Sie neugierig, wo und wann in Thüringen Gewitter mit Blitz und Donner auftreten? Schauen Sie sich dafür das Gewitterradar Thüringen genau an! Mit Hilfe dieses Gewitterradars können Sie schnell erkennen, ob es in Ihrer Nähe ein Gewitter oder einen Blitzeinschlag gegeben hat. Bei drohendem Gewitter können Sie mit dem Gewitterradar schnell und eindeutig feststellen, wo es in Thüringen aktuell zu einem Gewitter kommt.
Das folgende Gewitterradar für Sachsen bietet hervorragende Einblicke in die Gewitterlage und den daraus resultierenden Niederschlägen. Nach dem Gewitterradar folgt das Blitzradar für Thüringen. Niederschlags- und Regeninfos erhalten Sie in erster Linie vom Gewitterradar, während das Blitzradar Thüringen genauere Angaben zu Blitzeinschlägen in der Umgebung liefert. Aus diesen beiden Radarkarten lassen sich Gewitter, Blitzeinschläge und die Richtung der Gewitterausbreitung gut vorhersagen.
Gewitterradar Thüringen
Das Gewitterradar zeigt Ihnen aktuelle Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Gewitter wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren.
Schwache Gewitter:
🔵 Blau & 🟢 Grün = schwacher Niederschlag
Mäßige Gewitter:
🟡 Gelb & 🟠 Orange = mäßiger Niederschlag
Starke Gewitter (Unwetterrisiko):
🔴 Rot & 🟣 Violett = sehr starker Niederschlag – Vorsicht ist geboten!
Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine ⚡ Blitz-Symbole, die einzelne Blitzeinschläge in Echtzeit anzeigen. Sie erscheinen als kurzes, weißes Aufblitzen.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. So erkennen Sie die Zugrichtung und können abschätzen, wohin das Gewitter weiter zieht.
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Blitzradar Thüringen
Das Blitzradar zeigt Ihnen die aktuellen Blitzeinschläge auf einer Karte. Die Farben kennzeichnen das Alter der erfassten Blitze.
Aktuelle Blitze:
⚪ = Blitze der letzten 20 Minuten (aktuell)
Ältere Blitze:
🟠 Orange & Rot = Blitze vor 20–80 Minuten
🔴 Dunkelrot = Blitze vor 1–2 Stunden
Reine Blitzaktivität:
Im Gegensatz zum Gewitterradar zeigt das Blitzradar nur die Blitzeinschläge selbst – nicht die Niederschlagsmenge. So sehen Sie exakt, wo die elektrische Aktivität am höchsten ist.
Tipp:
Nutzen Sie Gewitterradar und Blitzradar zusammen – das Gewitterradar zeigt die Niederschläge, das Blitzradar die Blitzaktivität. Beide zusammen geben Ihnen ein optimales Bild der aktuellen Gewittersituation.
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Wie häufig entstehen Gewitter in Thüringen? Und wo blitzt es am intensivsten?
Thüringen ist das Land der Mittelgebirge und des Rennsteigs. Mit rund 11.500 Blitzen pro Jahr (2015–2025) liegt es im unteren Mittelfeld Deutschlands. Der Rekord stammt aus 2007: 1,65/km² – ein Jahr intensiver Herbststürme, die über den Thüringer Wald und das Schiefergebirge hinwegfegten. Danach zeigt sich ein Trend zur Schwäche: 2022 fällt die Dichte auf nur 0,23/km² ab, 2025 ist mit 0,27/km² praktisch gleichauf mit dem Bundesschnitt.
Die Gewittergenese folgt hier topografischen Zwängen: Der Thüringer Wald wirkt wie ein natürlicher Damm gegen Systeme von Westen – Kaltfronten treffen auf die Kammhöhen und lösen Konvektion aus. Im Sommer entstehen häufig lokale Wärmegewitter über den flachen Talbecken (Erfurt, Gera), die schnell intensiv werden. Das östliche Vogtland und die Oberlausitz zeigen erhöhte Blitzaktivität – dort treffen böhmische Einflüsse auf thüringische Luftströmungen.
Der Rennsteig – 170 km entlang den Kammhöhen des Thüringer Waldes – ist selbst ein Gewitterindikator: Wanderer auf dieser Route erleben Wettersysteme live. Der Schneekopf ist der höchste Berg und einziger Ort, wo man über 1.000 Meter kommt (mit Turmaufstieg). Plänckners Aussicht (973m, Großer Beerberg) ist der exponierte Südpunkt des Rennsteigs – hier zeigt sich das Wetter zuerst. Die Rennsteigwarte Masserberg (33m Turm, seit 1899) steht direkt auf dem Weg und ist beliebter Beobachtungspunkt für ziehende Gewitterzellen. Der denkmalgeschützte Poppenberg-Turm (33,5m, seit 1894) gibt Ausblick auf den Harz – ein klassisches Konvektions-Grenzgebiet.
2020 markiert einen Knick: Von da an sinken die Jahreswerte deutlich. 2024 zeigt kurze Erholung auf 7.694 Blitze, 2025 fällt wieder auf 4.407 ab. Ob dies ein regionaler oder ein überregionaler Trend ist, lässt sich nur im Kontext mit Nachbarländern klären – Sachsen und Sachsen-Anhalt zeigen ähnliche Abschwächung. Ein Zeichen dafür, dass die mitteldeutsche Mittelgebirgszone weniger Instabilität von Westen bekommt als früher.



