Wetterradar Halle (Saale)
Halle liegt östlich der schiffbaren Saale, dort wo das Land nach Südosten in die Leipziger Tieflandsbucht übergeht. Große Höhenunterschiede gibt es im Stadtgebiet nicht: 71 Meter über Normalhöhennull auf der Saaleinsel Forstwerder, 87 Meter am Marktplatz, 134,2 Meter auf dem Großen Galgenberg. Was diese flache Landschaft prägt, ist weniger das Relief als der Untergrund — an mehreren Stellen tritt der harte Porphyr an die Oberfläche und bildet die Felsen, auf denen die Burg Giebichenstein über dem Fluss steht. Für das Wetter bedeutet die Lage vor allem eines: Es gibt nichts, was heranziehende Luftmassen aufhält. Im Wetterradar für Sachsen-Anhalt liegt Halle am südlichen Rand des Bildes, schon im Übergang zur mitteldeutschen Ebene.
Die Stadt verdankt ihren Namen und ihren Reichtum dem Salz. Über Jahrhunderte förderten die Halloren die Sole aus den Brunnen der Altstadt und siedeten daraus Salz; die Franckeschen Stiftungen, 1698 als Schul- und Waisenhausstadt gegründet, und das Geburtshaus Georg Friedrich Händels stammen aus der Zeit, in der dieses Gewerbe die Stadt trug. Am Markt stehen die vier Türme der Marktkirche, das bekannteste Motiv der Stadtsilhouette. Ob über diesem Markt gerade ein Schauer niedergeht oder südlich vorbeizieht, ist im Regenradar für Halle (Saale) zu sehen. Flussaufwärts an der Weißen Elster, die südlich der Stadt in die Saale mündet, liegt gut 30 Kilometer entfernt Leipzig.
aktuelles Wetterradar
Halle (Saale)
Das Wetterradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge und Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
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Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
Blitzeinschläge:
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Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
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Wie ist das Wetter in Halle?
Sonnenschein in Halle
So oft scheint in Halle die Sonne:
In den ersten fünfzehn Jahren der Reihe lag Halle beim Sonnenschein noch leicht unter dem Bundesmittel; heute liegt es deutlich darüber. Konkret: 1975 bis 1989 waren es 1.509,85 Stunden gegenüber 1.518,06 im deutschen Durchschnitt, also 0,5 Prozent weniger. Von 1990 bis 2004 kehrte sich das Verhältnis um auf 5,8 Prozent mehr, zwischen 2005 und 2017 waren es 7,8 Prozent, und in den drei jüngsten Jahren der Reihe sind es 9,8 Prozent. Über alle 46 vorhandenen Jahreswerte gemittelt kommt die Stadt auf 1.684,44 Stunden gegenüber 1.608,77 Stunden im Bundesmittel derselben Jahre, ein Plus von 75,67 Stunden oder 4,7 Prozent; in 34 der 46 Jahre schien die Sonne länger als im deutschen Durchschnitt. Die Einzeljahre reichen von 1.322,4 Stunden im trüben Jahr 1977 bis zu 2.085,6 Stunden im außergewöhnlich sonnigen Jahr 2003. Die Datengrundlage hat allerdings eine deutliche Lücke: Für die Jahre 2018 bis 2022 liegt kein einziger Wert vor, fünf zusammenhängende Jahre fehlen also. Weil jeder Teilzeitraum gegen exakt dieselben Jahre des Bundesmittels gerechnet ist, bleiben die einzelnen Aussagen tragfähig; was diese Lücke verdeckt, ist der Verlauf genau in dem Abschnitt, in dem sich der Vorsprung offenbar weiter vergrößert hat.
Regen in Halle
So oft und so viel regnet es in Halle:
Knapp zwei Drittel der Menge, die bundesweit im Mittel fällt, kommen hier an. In Zahlen: 520,20 Millimeter pro Jahr gegenüber 792,35 Millimetern im deutschen Durchschnitt derselben Jahre, ein Defizit von 272,14 Millimetern oder 34,3 Prozent. In keinem einzigen der 51 ausgewerteten Jahre erreichte die Stadt den bundesweiten Wert — das Defizit ist also keine Eigenschaft einzelner trockener Jahre, sondern die Grundausstattung des Standorts. Über die Jahrzehnte schwankt es in einem engen Band: 38,6 Prozent Rückstand von 1975 bis 1989, 33,2 Prozent bis 2004, 30,0 Prozent bis 2014 und seit 2015 wieder 34,2 Prozent. Die Streuung zwischen den Einzeljahren ist dabei erheblich: 305,8 Millimeter im trockensten Jahr 1982 stehen 755,5 Millimetern im nassesten Jahr 1994 gegenüber, also fast das Zweieinhalbfache. Zur Datengrundlage: Die Niederschlagsreihe deckt alle 51 Jahre von 1975 bis 2025 ohne eine einzige Lücke ab, und der Bundesvergleich ist gegen exakt denselben Zeitraum gerechnet. Weil die Grundmenge so klein ist, verschiebt hier jedes einzelne kräftige Ereignis die Jahresbilanz spürbar.
Gewitter und Blitze in Halle
So oft blitzt und donnert es in Halle:
Rund 67 Blitzeinschläge registriert ALDIS in einem durchschnittlichen Jahr über dem Stadtgebiet — verteilt auf gut 140 Quadratkilometer ist das wenig. In Dichte umgerechnet ergeben sich 0,47 Einschläge pro Quadratkilometer gegenüber 0,64 im bundesweiten Mittel, ein Faktor von 0,74. Nur zwei der elf ausgewerteten Jahre lagen überhaupt über dem deutschen Wert, 2015 und 2023. Das erste davon dominiert den Mittelwert deutlich: 196 Einschläge und damit 1,39 pro Quadratkilometer, während der bundesweite Wert bei 0,89 lag. 2015 war allerdings auch deutschlandweit das aktivste Jahr der Reihe, die Spitze ist also zumindest teilweise überregional erklärbar. Rechnet man sie heraus, sinkt der Mittelwert auf 0,38 und der Faktor auf 0,59 — die zehn übrigen Jahre zeichnen damit das Bild eines ausgesprochen blitzarmen Standorts. Am ruhigsten blieb es 2020 mit 17 registrierten Einschlägen oder 0,12 pro Quadratkilometer. Für die Belastbarkeit spricht die Datenlage: elf lückenlose Jahre, ausgewiesen für das Stadtgebiet selbst und nicht für einen größeren Bezugsraum.
Temperaturen in Halle
So warm und kalt ist es in Halle:
Über fünf Jahrzehnte hinweg bleibt der Abstand zum Bundesmittel bemerkenswert konstant. In den Jahren 1975 bis 1989 lag Halle 0,56 Grad darüber, von 1990 bis 2004 wieder 0,56 Grad, zwischen 2005 und 2014 dann 0,60 Grad und seit 2015 schließlich 0,73 Grad — eine leichte Zunahme am Ende, aber keine, die das Bild verändert. Über die gesamte Reihe gemittelt ergeben sich 9,72 °C gegenüber 9,11 °C im deutschen Durchschnitt derselben Jahre, ein Plus von 0,60 Grad oder 6,6 Prozent. Und in allen 51 Jahren lag die Stadt über dem Bundeswert, ohne eine einzige Ausnahme. Ein derart gleichbleibender Vorsprung spricht eher für die Lage als für einen Wärmeinsel-Effekt, der mit der wachsenden Bebauung mitwachsen würde: geschützte Beckenlage, geringe Höhe, kontinental getönte Sommer. Die Einzeljahre reichen von 7,4 Grad im kalten Jahr 1996 bis zu 11,7 Grad im Rekordjahr 2024. Zur Datengrundlage gehört ein seltener Umstand: Die Reihe umfasst alle 51 Jahre von 1975 bis 2025 ohne eine einzige Lücke, was Aussagen über den gesamten Zeitraum ungewöhnlich gut abstützt.




