Regenradar Homburg
Beim Niederschlag zeigt sich Homburgs Lage am deutlichsten. Mit rund 874 Millimetern im Jahr fällt hier gut ein Zehntel mehr Regen als im deutschen Mittel — die Stadt liegt eben nicht im Windschatten eines Mittelgebirges, sondern noch im Einzugsbereich der feuchten Westströmung, die über Lothringen und das Saartal hereinkommt. Zusätzlich wirken die Ausläufer des Pfälzerwalds und die Sickinger Stufe als erste Hindernisse, an denen die Luft aufsteigen muss. Wie sich das über das ganze Land verteilt, zeigt das Regenradar für das Saarland.
Wohin dieses Wasser verschwindet, ist im Homburger Untergrund gut zu sehen. Der Buntsandstein, aus dem der Schlossberg besteht, ist durchlässig und speichert große Mengen — die Region gehört deshalb zu den grundwasserreichen Landschaften des Südwestens, und das Wasser tritt an den Rändern des Beckens in zahlreichen Quellen wieder aus. Ein Teil der sommerlichen Mengen fällt allerdings nicht gleichmäßig, sondern konzentriert aus Gewitterzellen, die von Südwesten heranziehen. Nordöstlich, jenseits des Pfälzerwalds, liegt Kaiserslautern in einer verwandten Beckenlage. Am Regenradar lässt sich früh erkennen, ob ein Frontensystem das Becken erfasst oder über die Höhen hinwegzieht.
Regenradar Homburg
Das Niederschlagsradar von wetteronline.de zeigt Ihnen aktuelle Niederschläge sowie Gewitter auf einer Karte. Die Stärke der Niederschläge wird durch Farben angezeigt, die auf der Niederschlagsintensität basieren:
Schwache Niederschläge:
Hellblaue Färbung
Mäßige Niederschläge:
Dunkelblaue Färbung
Starke Niederschläge
Dunkelviolette Färbung
Sehr starke Niederschläge (Hagel): Hellviolette Färbung
PLUS: Blitzeinschläge:
Auf der Karte sehen Sie kleine Kreissymbole.
Je größer diese gelben Kreise sind, umso mehr Blitzeinschläge haben Sie in diesem Gebiet.
Orangene Kreise stellen außerordenlich viele Blitzeinschläge in einem kleinen Gebiet dar.
Aktuelle Blitzeinschläge werden durch gelbe Kreise mit roten Umrandungen dargestellt.
Zeitlicher Verlauf verfolgen:
Klicken Sie auf das Cursor-Symbol unten rechts in der Kartenleiste, um den zeitlichen Verlauf der letzten Stunden und Minuten zu sehen. Unten links können Sie das Wetterradar außerdem für heute, morgen oder die nächsten Tage einstellen.
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Regenprognose Homburg
Die Niederschlagsprognose zeigt Ihnen an, mit welcher Niederschlagsmenge Sie im ausgewählten Gebiet zu rechnen haben. Dabei können Sie einen Zeitraum festlegen, der von den nächsten 12 Stunden bis hin zu den nächsten 5 Tagen reicht.
Mithilfe des Markers können Sie die Niederschlagsmenge ablesen. Der Marker lässt sich auch in das Gebiet Ihrer Wahl verschieben.
Die Menge der Niederschläge in Millimeter wird Ihnen farblich angezeigt:
Schwache Niederschläge:
bis 3mm
Moderate Niederschläge:
bis 10mm
Mäßige Niederschläge
bis 25mm
Starke Niederschläge: bis 100mm
Sehr starke Niederschläge: bis zu 300mm
Unten können Sie noch auswählen, auf welchen Zeitraum sich die Regenprognose beziehen soll.
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So oft und so viel regnet es in Homburg:
Der Niederschlag ist die Kategorie, in der Homburg am deutlichsten vom bundesweiten Bild abweicht — und die aufschlussreiche Zahl ist dabei nicht der Mittelwert, sondern seine Verschiebung. Zunächst der Mittelwert: 874,19 Millimeter im Jahr gegenüber 784,09 Millimetern im deutschen Durchschnitt derselben Jahre, ein Überschuss von 90,10 Millimetern oder 11,5 Prozent. Zwischen 1975 und 1989 lag Homburg bei durchschnittlich 841,0 Millimetern gegenüber 793,5 im Bundesmittel, also nur rund 6 Prozent darüber. Seit 2015 sind es 917,4 gegenüber 753,7 Millimetern — der Überschuss hat sich damit auf knapp 22 Prozent mehr als verdreifacht, und zwar von beiden Seiten: Homburg bekam mehr Regen, Deutschland insgesamt deutlich weniger. Die Spannweite der Einzeljahre ist entsprechend groß und reicht von 532,2 Millimetern im ausgesprochen trockenen Jahr 1976 bis zu 1.228,4 Millimetern im Rekordjahr 2024, also mehr als das Doppelte. Dass der nasseste Wert der ganzen Reihe im jüngsten Jahrzehnt liegt, passt zu dieser Verschiebung. Zur Datengrundlage: In den Achsenbeschriftungen fehlen 1998, 1999 und 2001 bis 2005 vollständig, und die zugrunde liegende DWD-Reihe wird als gemeinsame Referenz für das östliche Saarland geführt. Für die Beobachtung im Regenradar heißt das: In dieser Region lohnt der Blick auf großflächige Frontensysteme mindestens so sehr wie auf einzelne Zellen.




